Deutsche Wirtschaft in Hochstimmung: Ifo-Index legt weiter zu

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Deutsche Wirtschaft in Hochstimmung: Ifo-Index legt weiter zu

Ob der kalte Winter in den USA oder die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten der Schwellenländer: Gründe für eine leichte Stimmungsverschlechterung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft gäbe es genug. Doch der Ifo-Index steigt erneut.

Die deutschen Unternehmen bleiben in bester Stimmung. Weder die Turbulenzen an den Finanzmärkten der für die heimische Wirtschaft wichtigen Schwellenländer noch der kalte Winter in den USA können die Laune in den Chefetagen trüben. Zwar blicken die Firmen etwas weniger zuversichtlich auf die kommenden Monate. Die Bewertung ihrer aktuellen Lage fällt aber so positiv aus, dass der Ifo-Geschäftsklimaindex insgesamt entgegen der Erwartung der meisten Experten im Februar erneut gestiegen ist.

Das wichtige Stimmungsbarometer kletterte im zweiten Monat des Jahres von 110,6 auf 111,3 Punkte. Höher stand der Ifo-Index zuletzt im Juli 2011. Fachleute hatten eigentlich mit einem kleinen Rückgang um 0,1 Punkte gerechnet. „Die deutsche Wirtschaft behauptet sich in einer wechselhaften Großwetterlage“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Montag in München. „Die aktuelle Geschäftslage ist von den Unternehmen deutlich besser bewertet worden als im Vormonat.“ Der Wert für die Erwartungen trübte sich leicht von 108,9 auf 108,3 ein.

Die gute Stimmung zeige, dass die Unternehmen darauf bauen, dass Deutschland in diesem und im kommenden Jahr deutlich kräftiger wächst als in der zurückliegenden Zweijahresperiode, sagte der Chefvolkswirt der KfW, Jörg Zeuner. Zugleich warnte er jedoch vor Risiken: „Das setzt allerdings voraus, dass die Finanzmarkt-Turbulenzen in den Schwellenländern nicht eskalieren - was im Extremfall die globale Erholung beschädigen könnte und für die deutsche Exportwirtschaft genauso dämpfend wäre wie ein ernsthafter Rückschlag in Europa.“

Bisher ist davon wenig zu spüren, die deutsche Wirtschaft zeigt sich zum Jahresstart in robuster Verfassung. Aber auch Christian Schulz, Konjunkturexperte der Berenberg Bank betonte, dass Deutschland nicht gänzlich immun gegen die Schwierigkeiten sei, die sich derzeit in vielen wichtigen Schwellenländern zeigten. Dies lasse sich an den gesunkenen Erwartungen ablesen. Zugleich könne Deutschland allerdings auch auf eine stabile Binnenkonjunktur setzen. Treiber für den Stimmungsaufschwung sei die Bewertung der aktuellen Lage.

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Allem Auf und Ab zum Trotz hält sich der Ifo-Index nun bereits seit März 2010 über der Marke von 100 Punkten. Den letzten kleinen Rückgang hatte er im Oktober des vergangenen Jahres verzeichnet. Erst nach drei Veränderungen in eine Richtung sprechen Volkswirte von einer möglichen Trendwende. Der Ifo-Index wird monatlich durch die Befragung von rund 7000 Unternehmen ermittelt. Seinen bislang höchsten Stand erreichte er im Februar 2011 bei einem Wert von 115,1 Punkten. Im März 2009 lag der bisherige Tiefstand bei 84,5 Punkten.

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