Deutsche Wirtschaft: Innovationsausgaben steigen auf Rekordniveau

Deutsche Wirtschaft: Innovationsausgaben steigen auf Rekordniveau

, aktualisiert 11. Januar 2017, 06:06 Uhr
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87 Prozent des Anstiegs zwischen 2014 und 2017 würden von nur fünf Branchen getragen.

von Martin GreiveQuelle:Handelsblatt Online

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Innovationsausgaben gesteigert. Im Jahr 2015 lagen die Ausgaben mit 157,4 Milliarden Euro 8,8 Prozent höher als 2014. Allerdings verteilen sich die Ausgaben auf immer weniger Unternehmen.

BerlinDie deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2015 so viel wie nie zuvor in Innovationen investiert. Die Unternehmen steigerten ihre Innovationsausgaben gegenüber 2014 um 8,8 Prozent auf 157,4 Milliarden Euro. Allerdings verteilen sich die Ausgaben auf immer weniger Unternehmen. Dies geht aus einer neuen Erhebung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hervor, die dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe) vorab vorliegt.

Es sei ein sehr gutes Zeichen Richtung Zukunft, dass die deutsche Wirtschaft ihre Innovationsausgaben noch einmal deutlich gesteigert hätten, sagte Forschungsstaatssekretär Georg Schütte. So erreichte die deutsche Wirtschaft bereits 2015 das Ausgabenniveau, das eigentlich erst für 2016 anvisiert war. Dadurch stieg der Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz, auch Innovationsintensität genannt, auf drei Prozent – der höchste Wert seit der ersten Erhebung im Jahr 1993. Bis 2017 sollen die Ausgaben der Studie zudem weiter auf 165,7 Milliarden Euro wachsen. „Deutschland beweist sich damit als einer der führenden Innovationsstandorte weltweit“, sagte Schütte. „Sorge bereitet mir jedoch, dass sich insgesamt weniger Unternehmen am Innovationsgeschehen beteiligen.“

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So zeige sich „eine gewisse Konzentration auf immer weniger innovationsaktive Unternehmen“, heißt es in der Studie. 87 Prozent des Anstiegs zwischen 2014 und 2017 würden von nur fünf Branchen getragen: Fahrzeugbau, IT-Dienstleistungen, der Chemie- und Pharmaindustrie, der Elektroindustrie sowie vom Maschinenbau. Auch sei „der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen an den gesamten Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft rückläufig“. Im Gegensatz zu den Großunternehmen planen mittelständische Unternehmen für die Jahre 2016 und 2017 ihre Innovationsbudgets herunterzufahren. „Offenbar ist die Unsicherheit über die künftige wirtschaftliche Entwicklung groß“, sagt ZEW-Forscher Christian Rammer.

Quelle:  Handelsblatt Online
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