Deutscher Zoll: Keine Erkenntnisse über Einfuhr von Kulturgütern aus IS-Gebieten

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Der deutsche Zoll hat keine Beweise für den Import von antiken Kulturschätzen aus dem Gebiet des so genannten Islamischen Staates (IS).

von Christian Ramthun

Der deutsche Zoll hat keine Beweise für den Import von antiken Kulturschätzen aus dem Gebiet des IS. Damit stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit des geplanten Kulturgutschutzgesetzes. Eine Exklusivmeldung.

Der deutsche Zoll hat keine Beweise für den Import von antiken Kulturschätzen aus dem Gebiet des so genannten Islamischen Staates (IS). Das für den Zoll zuständige Bundesfinanzministerium erklärte auf Anfrage der WirtschaftsWoche, dass „dem Zoll keine Erkenntnisse über illegale Einfuhren von Kulturgütern nach Deutschland oder andere EU-Mitgliedstaaten vorliegen, die aus (staatlichen) Museen, privaten Sammlungen oder aus Raubgrabungen in vom so genannten IS kontrollierten Gebieten, insbesondere Syrien oder dem Irak stammen“.

Damit stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit des geplanten und heftig umstrittenen Kulturgutschutzgesetzes, das die zuständige Staatsministerin Monika Grütters neuerdings auch damit begründet, den illegalen Handel mit Antiquitäten aus dem IS-Gebiet unterbinden zu wollen. Wegen des geplanten Kulturgesetzes klagen Kunsthändler über Umsatzeinbrüche und Museen über den Verlust von Ausstellungsstücken. Selbst die Paläontologie wäre betroffen. „Wir dürften künftig Dino-Funde gar nicht mehr verändern, sprich präparieren“, sagt Oliver Hampe vom Berliner Naturkundemuseum, wo gerade ein aufwändig präparierter Tyrannosaurus Rex ausgestellt wird.

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