Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: Griechenland-Rettung kostet Deutsche bis zu 79 Milliarden

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: Griechenland-Rettung kostet Deutsche bis zu 79 Milliarden

Das DIW kommt nach der Analyse des Euro-Gipfels zu dem Schluss, dass die deutschen Steuerzahler bis 2020 unter einer Belastung von mindestens 38,6 Milliarden Euro leiden werden.

Egal, ob Griechenland seine Kredite komplett, teilweise oder gar nicht zurückzahlt - für den deutschen Steuerzahler wird die Rettung des Landes auf jeden Fall kostspielig. Zu diesem Ergebnis kommen Christian Dreger und Ansgar Belke, Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Sie haben die Ergebnisse des jüngsten Euro-Gipfels analysiert und für die WirtschaftsWoche drei Varianten durchgerechnet. "Eines ist sicher: Durch die Gipfelbeschlüsse wird die Griechenland-Rettung für den deutschen Steuerzahler noch teurer", sagt DIW-Konjunkturchef Dreger.

Selbst wenn Griechenland seine Kredite komplett zurückzahlt, bleibt bis 2020 eine Belastung für Deutschland von schätzungsweise 38,6 Milliarden Euro, unter anderem durch Bareinlagen beim Rettungsfonds ESM, den beschlossenen Abschlag ("Haircut") für griechische Verbindlichkeiten und Abschreibungen der Europäischen Zentralbank. Kann Griechenland nur ein Drittel seiner Kredite zurückzahlen, weil sich seine wirtschaftliche Lage kaum verbessert, erhöhen sich die deutschen Kosten laut DIW auf gut 65,6 Milliarden Euro. Kollabiert das Land trotz aller Hilfen und zahlt gar nichts zurück, müsste der hiesige Steuerzahler mit rund 79 Milliarden Euro geradestehen.

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