Deutschland: 19 Gründe für Optimismus - Seite 6

Deutschland: 19 Gründe für Optimismus

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18 Weniger Korruption

Siemens, Deutsche Bahn, MAN — die Liste von Schmiergeldskandalen in deutschen Konzernen ist lang. Dennoch hat vor allem der Siemens-Fall „in der deutschen Industrie zu einem Umdenken geführt", sagt Peter von Blomberg, Vize-Vorsitzender der Antikorruptionsagentur Transparency International. Korruptionsbekämpfung gelte nicht mehr als „nice to have", sondern als „must".

In Deutschland tut sich was. Beim jüngsten Schmiergeld-Zahler-Index 2008 von Transparency landete Deutschland auf Rang fünf von 26 Nationen. Zudem besteht Hoffnung, dass die nächste Untersuchung, die die Bestechlichkeit von Firmen zum Thema hat, deutschen Unternehmen eine noch bessere Note gibt.

Rechnet man zu der Wirtschaftskorruption auch politische Korruption hinzu, landet Deutschland auf Rang 14 von insgesamt 180 Nationen weltweit — mit leichten Verbesserungen im Vergleich zu den Vorjahren. Deutschland landet damit unter den großen Wirtschaftsnationen noch vor Japan, Großbritannien und den USA.

19 Antreibende Unruhe

Ob Bahnfahren, Wetter oder Wirtschaftskrise: „Das Jammern gehört zur Natur der Deutschen", sagt Stephan Grünewald, Autor des Bestsellers „Deutschland auf der Couch". Der Chef der Marktforschung Rheingold ging in Tiefeninterviews der Psyche der Deutschen auf den Grund. Ihnen fehle ein „stabiles Selbstbild", eine „nationale Identität", lautete der Befund. Während Amerikaner ihrem amerikanischen Traum oder Franzosen ihrer Genusskultur folgen, seien Deutsche vor allem unzufrieden mit sich selbst.

Das kann aber auch ein Vorteil sein. Der „Zustand gesteigerter Unruhe" ist „nicht nur Last, sondern auch Antrieb, um sich und die Welt neu zu erfinden". Die deutsche Ingenieurkunst, die Philosophie, das Dichten und Denken seien „produktive Folgen dieser Unruhe", sagt Grünewald. Doch Vorsicht: Schlägt das Pendel in die falsche Richtung, versuchen die Deutschen, „alles Unregelmäßige in DIN-Normen, in abstrakte Formalismen und in Bürokratismus zu pressen", so Grünewald. Die Unruhe sei dann zwar „gebannt", aber mit ihr „auch das Leben".

Ziel müsse es daher sein, die Unruhe produktiv umzusetzen, Visionen und Leitlinien zu entwickeln, mit deren Zugkraft die Deutschen „ihre Kräfte bündeln können", sagt Grünewald. Dass wir dabei allzu visionär abheben könnten, diese Gefahr sieht der Psychologe nicht. Das „deutsche Wesen" habe den Vorteil, dass es „immer hin und her schwankt". Das Pendel der Unruhe kann also jederzeit wieder zur anderen Seite ausschlagen.

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11 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 02.08.2010, 01:19 UhrAnonymer Benutzer: Siggi40

    @ Nach Helmut Kuhl Jahre: „Momentan werden diese Geldströme über die EU umgelenkt was hochkriminell ist“.
    Sie wildern bei meinem Lieblingsthema? Gelder umgelenkt? Na passen Sie mal auf. Jedes Jahr fließen 100 Milliarden Euro gen Osten und werden dort illegal in den privaten Konsum umgeleitet, viel zu wenig bleibt übrig, das sinnvoll investiert werden kann. Wie schafft man mit 1500 Milliarden Euro 15% Arbeitslosigkeit, obwohl fast alle im erwerbsfähigen Alter bereits im Westen sind? Richtig, geht nicht.

    Nicht mal im Großraum Stuttgart, der Wiege des europäischen Wohlstands habe ich so viel Luxus gesehen, als in Leipzig und Dresden. Unzählige Neubaugebiete, eine Villa pompöser als die andere, swimming-pool im Garten und das standesgemäße Oberklassefahrzeug mit Vollausstattung vor der Garage. Und unsere unzähligen Einkaufscenter brechen aus allen Nähten.

    Das liegt nicht daran, dass die Rentner in Ost-berlin, Potsdam, Dresden und Chemnitz bundesweit die höchsten Renten ausgezahlt bekommen, weil sie staatlich anerkannte „Mistgabel-Schwinger oder Erbsen-Zähler“ waren. Das hat was mit dem beitritt ins Schlaraffenland zu tun.

    im Krisenjahr 2009 hatten Leipzigs Autohäuser ein Umsatzplus von 20%. Oberklassefahrzeuge mit Vollausstattung gehen weg wie warme Semmel.
    Und die H4-ler, die in dem selben Haus wohnen wie ich, die fahren Autos, von denen die Facharbeiter im Westen nicht mal träumen! Leipzig mit 27% armer Leute, war vor kurzem bei bild zu lesen. Darüber kann ich nur lachen. Nebenher a bissl pfuschen gehen (Schwarzarbeit auf sächsisch), Westbaustellen plündern und alte Omas ausrauben, das kommt dem Paradies schon ziemlich nahe. Und die (offiziellen) Arbeitslosen benötigt man schon deshalb, damit der Geldsegen aus dem Westen nie aufhört.
    So macht die deutsche Einheit richtig Spaß. Die einen malochen und die anderen geben das Geld mit vollen Händen aus.

  • 01.08.2010, 22:06 UhrAnonymer Benutzer: Nach Helmut Kuhl Jahre

    wenn es zu einem Reset kommen sollte --Zahlungsunfähigkeit der bRD GMbH z. b. in Form der anrückenden Spanien; iTALY-Krise --was wird dann passieren ??? Am 8. Mai 2010 war es fast soweit.

    Dann werden von politisch unabhängigen institutionen die nach Helmut Kohl Jahre ausgeleuchtet werden die Zeit als sich gewisse Kreise die DDR unter den Nagel rissen und Schulden beim Volk anschreiben liessen--das heißt gewisse Eliten haben sich genau in oben beschriebener Zeit grenzenlos bereichert " im Namen des Volkes "

    Sollte es zu einem solchen Scenarium kommen--dann wird es eine CDU nicht mehr geben. Diese Partei wird sterben in dem Moment wenn es zur Währungsreform kommen sollte .

    Und wieder mal wird sich die Partei umlackieren müssen .

    Von Schwarz vor 1945 in Persil-weiß dannach und dann eine Riesenwende hinlegen müsen.

    Der bürger hat aber nichts davon denn jedem bürger hat die CDU 20000 EU Altschulden anschreiben lassen und 20000 Neuchulden für jeden bürger wohlgemerkt.

    Und geneu dieses Geld pro bürger wurde in Private Taschen umgelenkt.

    Momentan werden diese Geldströme über die EU umgelenkt was hochkriminell ist.

  • 01.08.2010, 19:02 UhrAnonymer Benutzer: girl

    ich bin der Meinung das sowohl Optimismus als auch Realismus eine sehr wichtige Charaktereigenschaft besitzen und zwar Glauben... etwas positives zu bewirken

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