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Deutschland-Check: Sicherer Job ist wichtiger als Lohnerhöhung

von Bert Losse und Konrad Handschuch

Für eine Jobgarantie sind mehr als 50 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland zu finanziellen Opfern bereit.

In einer repräsentativen Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche unter 1.000 Arbeitnehmern waren 32,3 Prozent bereit zu einer Nullrunde, wenn dadurch ihr Arbeitsplatz für die nächsten zwölf Monate gesichert werden kann.

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Weitere 14,2 Prozent würden eine Verkürzung der Arbeitszeit und entsprechende Lohneinbußen akzeptieren. 10,3 Prozent würden sogar Lohnkürzungen bei gleicher Arbeitszeit hinnehmen. Nur knapp ein Fünftel der Arbeitnehmer (18 Prozent) ist nicht bereit, für eine Beschäftigungsgarantie einen Verzicht zu leisten.

Laut Umfrage würden jüngere Arbeitnehmer eher als ältere Beschäftigte einwilligen, kürzer zu treten und bei gleicher Arbeitszeit auf etwa bis zu 10 Prozent des Einkommens, wenn sie im Gegenzug eine Jobgarantie erhielten. Auch sind vergleichsweise gut gebildete Arbeitnehmer mit Abitur oder Fachhochschulreife am ehesten zu einem Verzicht auf mehr Einkommen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bereit.

Sicherer Job wichtiger als Lohnerhöhung

„Die Arbeitnehmer sind momentan weniger an höheren Löhnen als vielmehr an sicheren Jobs interessiert“, sagt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

„Damit bestätigt die Umfrage, was die jüngsten Tarifabschlüsse in Deutschland ergeben haben. Es war richtig, dass die Tarifpartner der Beschäftigungssicherung oberste Priorität eingeräumt haben“, so Pellengahr.

Maßnahmen zur Stützung des Arbeitsmarktes stehen im März im Mittelpunkt der Dauerstudie „Deutschland-Check“, mit der INSM und WirtschaftsWoche monatlich die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung bewerten. Für den „Deutschland-Check“ hat das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln einen Index entwickelt, der die Entwicklung des Wirtschaftswachstums und das Arbeitsmarktes auf einen Blick abbildet.

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2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 13.03.2010, 22:37 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidtt

    Das ist in der Tat eigenartig. Dass jüngere mehr Angst haben vor Jobverlust als ältere Mitarbeiter, ist erstaunlich. Die sog. "Sozialauswahl" hat schon viele betriebe dauerhaft ruiniert (da man nicht die leistungsschwachen entlassenkann). Das wird uns alles noch einholen.

  • 13.03.2010, 12:25 UhrAnonymer Benutzer: c-nes

    Das ist auf der einen Seite ein eindeutiges indiz dafür, daß unser Land von der jungen Generation getragen wird! Auf der anderen Seite schlägt hier eine gewisse Naivität durch. in Deutschland ist kein Job sicher (außer der von beamten). Weiter muss man bedenken, daß die älteren Generationen ohnehin nicht zu Lohneinbußen bereit sein müssen, da sie durch die Sozialauswahl geschützt sind. Dieses deutschen "Sozialsystem" ist nichts Anderes als eine Vermögensumverteilung von Jung zu Alt. ich würde niemals Gehaltseinbußen akzeptieren, erst recht nicht wenn eine hohe inflation droht.

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