Statt Ersparnis wurde es teuer
Wenige Tage nach Schlüsselübergabe für den Neubau des Bundesumweltministeriums in Berlin rückten die Bauarbeiter wieder an. Um den geplanten Einzugstermin halten zu können, der sich durch Probleme im Bauablauf verzögerte, hatte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in der Schlussphase des Baus entschieden, den Sockel des Erdgeschosses sowie das Vestibül mit einem einfachen, aber auch schnell aufzubringendem Kalkzementputz zu versehen.
Was Kosten spart, kann den Steuerzahler eigentlich nur freuen – sollte man denken. Dumm nur, dass es das BBR nicht für nötig hielt, sich vorab mit dem Architekten über die Planänderung zu verständigen. Der Architekt zog vor Gericht, um der Eigenmächtigkeit des Bundesamts Einhalt zu gebieten. Und er hatte Erfolg. Das Gericht erließ eine einstweilige Verfügung. Bis dahin waren bereits 65.000 Euro verbaut. Alles musste rückgängig gemacht werden. Am Ende kostet die Eigenmächtigkeit des BBR 110.500 Euro.