Die nächste Bundeswehr-Pleite: Transall strandet auf Gran Canaria

Die nächste Bundeswehr-Pleite: Transall strandet auf Gran Canaria

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Die in den 60er Jahren entwickelte Transall ist stark fehleranfällig (Archivbild).

Quelle:Handelsblatt Online

Die Transportmaschinen der Bundeswehr werden zunehmend zum Problem. Nachdem schon beim Irak-Einsatz eine Transall ausfiel, ist jetzt ein weiteres für die Ebola-Luftbrücke vorgesehenes Flugzeug liegen geblieben.

Wegen eines technischen Defekts ist eine für die Ebola-Luftbrücke vorgesehene Bundeswehr-Transall auf der Kanaren-Insel Gran Canaria liegen geblieben und kann vorerst ihren Weiterflug nach Dakar im Senegal nicht fortsetzen. Entsprechende Informationen von "Handelsblatt Online" bestätigten die Bundeswehr-Luftwaffe und das Verteidigungsministerium. Demnach ist inzwischen eine Ersatzmaschine mit Ersatzteilen und Mechanikern auf dem Weg nach Gran Canaria, um den Defekt zu beheben.

Über den Ausfall hatte zuerst der Bundeswehr-Blog „Augen Geradeaus“ des ehemaligen „Focus“-Redakteurs Thomas Wiegold berichtet. Demnach sollten schon am Wochenende zwei Transportmaschinen nach Dakar fliegen. Bei einem Zwischenstopp auf Gran Canaria wurde dann eine Transall wegen eines technischen Defekts gestoppt.

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Die Transall-Maschinen sollten für den Aufbau einer Luftbrücke für Material zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika eingesetzt werden. Die Luftbrücke ist ein gemeinsames Projekt von Deutschland und Frankreich. Geplant ist demnach, dass die Bundeswehr bis zu 100 Soldaten und vier Transall-Maschinen in den gemeinsamen Stützpunkt Dakar schickt, wo eine Basis eingerichtet werden soll. Von Dakar aus sollen dann ständig zwei Transall-Flugzeuge in Länder wie Liberia, Sierra Leone oder Guinea fliegen, die derzeit am stärksten von der Ebola-Epidemie betroffen sind.

„Damit werden Transporte von mehr als 100 Tonnen pro Woche ermöglicht“, sagte ein Ministeriumssprecher kürzlich der Nachrichtenagentur Reuters. Auch Frankreich stelle Flugzeuge bereit.

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Die Materialprobleme der Truppe sind gravierend. Welche Konsequenzen sie haben, wird erst allmählich klar. Die Verteidigungsministerin bestätigt den Ernst der Lage - und fordert mehr Geld.

Die Materialprobleme der Truppe sind gravierend. Welche Konsequenzen sie haben, wird erst allmählich klar. Die Verteidigungsministerin bestätigt den Ernst der Lage - und fordert mehr Geld. Quelle: dpa

Ziel der Luftbrücke sei es, die gesamte Logistikkette für die Versorgung aufzubauen. Die Bundeswehr werde daher etwa auch aus der Schweiz, Luxemburg oder anderen EU-Staaten ohne Lufttransportmöglichkeiten Hilfsgüter einsammeln. Diese würden dann zu den Stützpunkten Hohn (Schleswig-Holstein), Leipzig und Wunstorf (Niedersachsen) gebracht, um sie nach Dakar zu fliegen. Von dort werde die Bundeswehr sie dann in die betroffenen Länder bringen. „Wir richten uns auf eine lange und anhaltende Unterstützung ein“, sagte der Sprecher.

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