Dobrindt und Hendricks planen ein „Nationales Diesel Forum“

exklusivDiesel: Dobrindt plant „Luftqualitäts“-Fonds

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von Christian Schlesiger und Martin Seiwert

Auf dem Nationalen Diesel Forum wollen Verkehrsminister Dobrindt und Umweltministerin Hendricks Maßnahmen zur Rettung des Diesel beschließen. Auch ein Fonds zur Verbesserung der Luftqualität ist geplant.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) laden am 2. August zum Nationalen Diesel Forum nach Berlin ein. Gemeinsam mit Vertretern der Autounternehmen, des VDA und ausgewählten Ländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg will die Regierung einen Maßnahmenkatalog zur Rettung des Diesel beschließen.

Nach Informationen der WirtschaftsWoche plant das Bundesverkehrsministerium einen Fonds, der Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in Städten finanzieren soll. Geplantes Budget: ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag. „Das Geld soll je zur Hälfte von Bund und Autoindustrie kommen“, heißt es aus Regierungskreisen. Mit dem Geld sollen Vor-Ort-Maßnahmen finanziert werden, zum Beispiel digitale Leitsysteme für besseren Verkehrsflusses oder Moos-Wände, die Dreckpartikel absorbieren.

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Gleichzeitig will sich der Bundesverkehrsminister offenbar mit den Nachrüstungen des Euro-5-Diesel nicht zufrieden geben. So will Dobrindt auch Euro-4-Diesel nachrüsten lasten, sofern dies technisch machbar ist. „Die technischen Möglichkeiten sind in der Entwicklung“, heißt es dazu aus Ministeriumskreisen. Sollte per Hardware ein Upgrade möglich sein, sollte die Autoindustrie auch dies in Erwägung ziehen.

PremiumAutobranche Endspiel um den Diesel

Mit allen Mitteln kämpft die Industrie für eine Zukunft ihrer lukrativsten Technik – der Diesel soll nach ihrem Willen nicht sterben. Doch die Schlacht scheint aussichtslos, der Markt hat entschieden.

Unheilige Allianz? Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann lässt sich in Sachen Diesel von Daimler-Chef Dieter Zetsche (links) beraten. Quelle: dpa

Eine Absage erteilt die Bundesregierung nach Information der WirtschaftsWoche offenbar steuerlichen Kaufanreizen. „Eine Abwrackprämie für ältere Diesel ist der Öffentlichkeit nicht vermittelbar“, heißt es. Gleichzeitig soll für alle nachgerüsteten Diesel-Autos eine Garantie geben: „Wenn ein Software-Update nicht zur Verschlechterung anderer Parameter wie Verbrauch und CO2-Ausstoß führt, brauchen die Autos nicht mehr neu zugelassen werden.“

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