DIHK: Ausbildungsverträge: Neuer Rekord in diesem Jahr

DIHK: Ausbildungsverträge: Neuer Rekord in diesem Jahr

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Auszubildende (r.) mit einer Zahntechnikerin

Die Unternehmen steuern offenbar auf einen neuen Ausbildungsrekord zu. Nach einer Erhebung der Industrie- und Handelskammern waren Ende Juni 187.126 Ausbildungsverträge unterschrieben, das sind 7,1 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, erfuhr die WirtschaftsWoche beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

In den alten Bundesländern lag das Plus sogar bei 8,0 Prozent, in den neuen Ländern dagegen nur bei plus 1,1 Prozent. „Unter dem Strich, wenn sich der bisherige Trend in Industrie, Handel und Handwerk fortsetzt, gibt es in diesem Jahr einen neuen Rekord bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen“, sagte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun dem Magazin. Auch das Handwerk ist optimistisch. Handwerkspräsident Otto Kentzler sagte der WirtschaftsWoche, dass „die Zahl der Neuverträge im Juni 2008 das hohe Niveau des Vorjahres erreicht“ hat. Dabei verzeichnen die Handwerkskammern in Westdeutschland eine leichte Steigerung, in den neuen Bundesländern liegt die Zahl dagegen trotz steigenden Ausbildungsplatzangebotes niedriger. Kentzler: „Insgesamt ist das Handwerk zuversichtlich, auch 2008 seine hohe Ausbildungsquote von zehn Prozent realisieren zu können.“

Für diesen Trend spricht auch eine Erhebung der WirtschaftsWoche unter den 30 Dax-Unternehmen. 15 Unternehmen haben seit 2005 die Zahl der Ausbildungsplätze erhöht, nur fünf Unternehmen bilden weniger aus. Mehr als die Hälfte der Konzerne bemängelt eine kontinuierliche Verschlechterung der Qualifikation der Bewerber. Die Kandidaten würden nicht nur in den Schulfächern schlechter abschneiden, sondern auch bei sozialen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit und Engagement. Die Deutsche Post, der Pharmakonzern Merck und der Stromriese E.On verweisen zusätzlich auf die immer größere Spannbreite zwischen sehr guten und sehr schlechten Bewerbern. Wegen der mangelnden Ausbildungsreife konnten zehn der größten deutschen börsennotierten Unternehmen in den vergangenen Jahren nicht alle Stellen besetzen.

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