DIHK-Präsident: Braun fordert neue Reform der Unternehmenssteuern

DIHK-Präsident: Braun fordert neue Reform der Unternehmenssteuern

Der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) Ludwig Georg Braun rät der Bundesregierung, auf "vergiftete Steuereinnahmen" zu verzichten.

DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun fordert in der aktuellen Wirtschaftskrise eine rasche Korrektur der 2008 in Kraft getretenen Unternehmenssteuerreform. Viel wichtiger als das Konjunkturprogramm der Bundesregierung sei es, die Rahmenbedingungen der Wirtschaft zu verbessern. „Generell wäre es sinnvoller, wenn die Regierung vor allem die Rahmenbedingungen für die Breite unserer Unternehmen verbessert“, sagte Braun der am Montag erscheinenden WirtschaftsWoche. „Am stärksten wirken steuerliche Anreize. Leider hat die Unternehmenssteuerreform vor gut einem Jahr dazu geführt, dass Unternehmen in der Krise noch stärker belastet werden. Angeschlagene Unternehmen sind dabei besonders betroffen. Die beste Konjunktur- und Überlebenshilfe für unsere Wirtschaft wäre deshalb eine Korrektur der Unternehmenssteuerreform. Das wäre auch eine marktwirtschaftliche Reaktion auf die Krise, anstatt nun einige zehn Milliarden Euro in vielen Einzelimpulsen zu verteilen.“

Braun kritisiert besonders, dass die Unternehmen jetzt zusätzliche steuerliche Lasten tragen müssen. „Am problematischsten sind die Substanzbesteuerung bei der Gewerbesteuer, die eingeschränkte Verrechnung von Verlusten, die Besteuerung von Funktionsverlagerungen sowie die Zinsschranke.“ Es sei falsch, das wegen „bedauerlicher Einzelfälle“ in der Vergangenheit nun „große Teile der Wirtschaft in Sippenhaft genommen“ würden. „In guten Zeiten können viele Unternehmen die Zinsschranke ja noch verkraften, in der aktuellen Krise ist sie aber lebensgefährlich“, warnt Braun. „Wenn Unternehmen jetzt Kredite aufnehmen müssen, um die Schlechtwetterperiode zu überstehen, können viele nicht mehr die Zinsen vom Ertrag abziehen. Im Gegenteil, sie müssen auf die Fremdzinsen noch Steuern zahlen. Auf solch vergiftete Steuereinnahmen, die Arbeitsplätze und unternehmerische Existenzen gefährden, sollte der Staat verzichten. Das ist eine Frage der gesellschaftlichen Verantwortung unserer Politiker.“

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