DIHK: Trotz Krise bessere Chancen für Auszubildende

DIHK: Trotz Krise bessere Chancen für Auszubildende

von Christian Ramthun

Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge geht in diesem Jahr zwar drastisch zurück. Dennoch haben Auszubildende derzeit gute Chancen. Jedem noch suchendne Jugendlichen stehen rechnerisch fast vier Ausbildungsangebote zur Verfügung.

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, registrierten die Industrie- und Handelskammern (IHK) bis Ende Oktober 327.000 Abschlüsse und damit 9,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.  Auch das Handwerk meldet einen Rückgang, und zwar um 5,6 Prozent auch 157.163.

„Die Demografie hinterlässt ihre Spuren“, erklärte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) , Hans Heinrich Driftmann, der WirtschaftsWoche. Insbesondere in Ostdeutschland sei die Zahl der Lehrstellenbewerber stark gesunken, im Kammerbezirk Suhl beispielsweise binnen fünf Jahren um 60 Prozent. Bundesweit kommen 2009 rund 100.000 weniger Haupt- und Realschüler auf den Ausbildungsmarkt als 2003, berichtet die WirtschaftsWoche.

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Keine Ausbildungslücke

Bis 2020 dürfte diese Zahl um weitere 100.000 sinken. Trotz sinkender Ausbildungsverträge gebe es auch in diesem Jahr keine Ausbildungslücke, betont DIHK-Präsident Driftmann. So meldete die Bundesagentur für Arbeit für Oktober noch 9600 Lehrstellensuchende bei 17.300 offenen Stellen und noch rund 20.000 offene Angebote für eine Einstiegsqualifizierung. Bis Ende November wollen Arbeitsagenturen, IHKen und Handwerkskammern in 278 Nachvermittlungsaktionen noch Jugendliche in Ausbildungsverhältnisse vermitteln.

Schlechtes Sozialverhalten beklagt

Die Unternehmen beklagen ein immer schlechteres Sozialverhalten ihrer Auszubildenden. Leistungsbereitschaft, Disziplin, Belastbarkeit, Umgangsformen und Interesse am Job lassen sehr zu wünschen übrig. Das berichtet die WirtschaftsWoche, der Erhebungen des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK) vorliegen. Danach ist die Hälfte der Betriebe nicht zufrieden mit der Leistungsbereitschaft ihrer Lehrlinge. 45 Prozent würden sich mehr Disziplin wünschen und immerhin 38 Prozent monieren schlechte Umgangsformen.

Hinzu kommt, dass die Jugendlichen immer weniger belastbar sind. Bemängelten dies 2007 etwa 38 Prozent der Betriebe, stieg die Quote in diesem Jahr sprunghaft auf 43 Prozent. Über mangelndes Interesse der Auszubildenden klagten 2009 immerhin 29 Prozent, 2006 waren es 33 Prozent.

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