DIHK trotzt Trump-Kritik: Wachstumsprognose für US-Exporte verdoppelt

DIHK trotzt Trump-Kritik: Wachstumsprognose für US-Exporte verdoppelt

, aktualisiert 31. Mai 2017, 12:18 Uhr
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Die US-Exporte unterliegen einem starken Wachstum.

Quelle:Handelsblatt Online

US-Präsident Trump will dem deutschen Export in seinem Land einen Riegel vorsetzen. Paradoxerweise blühen die Ausfuhren in die USA seit der Amtsübernahme auf. Ein zweistelliges Wachstum scheint laut DIHK möglich.

BerlinDer Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hebt seine Prognose für das Wachstum der Ausfuhren in die USA ungeachtet der politischen Querelen kräftig an. „Wir halten 2017 ein Exportwachstum von bis zu zehn Prozent für möglich“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Bislang war nur ein Plus von fünf Prozent erwartet worden. „Deutsche Firmen bestätigen in unseren Umfragen, dass sich ihr US-Geschäft belebt“, sagte Treier. „Das ist ein gutes Zeichen – aller handelsfeindlichen Rhetorik zum Trotz.“

US-Präsident Donald Trump hatte Deutschland am Dienstag erneut wegen des enormen Exportüberschusses im Handel mit den USA angegriffen. „Sehr schlecht für die USA“, twitterte der Republikaner. „Das wird sich ändern.“ Die deutschen Exporte in die USA übertrafen im ersten Quartal die Importe aus den Vereinigten Staaten um knapp 14 Milliarden Euro. Mit keinem anderen Land erzielte Deutschland einen so hohen Überschuss.

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„Der wird aber zu einem großen Teil auch dazu genutzt, Produktionskapazitäten und Jobs in den USA aufzubauen“, sagte Treier. „Deutsche Unternehmen haben dort mehr als 700.000 Arbeitsplätze geschaffen und 230 Milliarden Euro in Produktionskapazitäten investiert.“ Bei Gegenmaßnahmen befürchtet der DIHK Bremsspuren. „Kommt es zum Aufbau von Zöllen und anderen Handelshürden, kann das schnell und signifikant auf das Geschäft durchschlagen.“

Die deutschen Exporte in die USA blühen seit der Amtsübernahme von Trump im Januar wieder auf. Im ersten Quartal wuchsen sie um 8,2 Prozent auf 29,1 Milliarden Euro, nachdem sie 2016 insgesamt noch um sechs Prozent gefallen waren.

Damit könnten die Vereinigten Staaten 2017 das dritte Jahr in Folge wichtigster Abnehmer von Waren „Made in Germany“ werden – vor Frankreich und Großbritannien. „Dafür spricht der sehr gute Jahresauftakt im US-Geschäft“, so Treier. „Die US-Konjunktur dürfte zudem im Jahresverlauf weiter anziehen. Auch der Euro bewegt sich immer noch in Bereichen, in denen er den deutschen Exportunternehmen eher nützt.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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