Dividendenstripping: Steuertricks von Banken verursachen in Hessen Schaden in Millionenhöhe

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exklusivDividendenstripping: Steuertricks von Banken verursachen in Hessen Schaden in Millionenhöhe

von Mark Fehr

Die hessischen Steuerbehörden ermitteln am Finanzplatz Frankfurt wegen Dividendenstripping

Bei den Ermittlungen geht es um Dividendenstripping in einer zweistelligen Zahl von Fällen, bei denen es in Summe um einen hohen dreistelligen Millionenbetrag geht.Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus dem hessischen Finanzministerium. Bisher war erst bekannt, dass Barclays aus London und die HypoVereinsbank in München die zweifelhaften Geschäfte eingefädelt haben; auch bei der HSH Nordbank laufen interne Untersuchungen.

Laut internen Dokumenten der britischen Barclays Bank, die der WirtschaftsWoche in deutscher Übersetzung vorliegen, war auch der Wertpapierdienstleister Clearstream, eine Tochter der Deutschen Börse, in das Vorgehen der Bank eingeweiht. Die Unterlagen legen den Schluss nahe, dass leitende Angestellte der Handelsplattform die Absicht ihres Kunden Barclays kannten, zu Lasten des deutschen Fiskus zu verdienen. Clearstream weist eine Verantwortung zurück: „Inwieweit steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten durch Banken und deren Kunden ausgenutzt wurden, liegt ausschließlich in der Verantwortung der handelnden Akteure“, sagt das Unternehmen.

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Ziel des Dividendenstrippings war es, sich die Kapitalertragssteuer auf die Dividende erstatten zu lassen, ohne diese vorher gezahlt zu haben. Rechtlich bewegten sich die Banken damit in einer Grauzone. Erst seit 2012 darf nur noch Erstattungen kassieren, wer einen Beleg über die Zahlung der Kapitalertragsteuer vorlegen kann.

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