DIW-Studie: Mindestlohn hilft den Armen nicht

DIW-Studie: Mindestlohn hilft den Armen nicht

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Eine DIW-Studie streitet die Wirkung eines Mindestlohnes gegen Armut ab

Der von den Gewerkschaften geforderte flächendeckende Mindestlohn von 7,50 Euro würde den Armen nicht helfen und die Einkommensverteilung kaum beeinflussen - und zwar selbst unter der Annahme, dass durch ihn keine Arbeitsplätze verloren gingen, sagt eine Studie des DIW.

Zu diesem vernichtenden Urteil kommt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), deren noch unveröffentlichter Entwurf der WirtschaftsWoche vorliegt. Der Mindestlohn sei „kein effektives Instrument zur Einkommensumverteilung und zur Verringerung der Armut“, schreiben die DIW-Ökonomen Kai-Uwe Müller und Viktor Steiner.

Zwar würden die Stundenlöhne im Niedriglohnbereich im Schnitt um gut 30 Prozent steigen. Die Nettoeinkommen der vom Mindestlohn betroffenen Haushalte würden sich nach den Berechnungen des DIW aber nur vergleichsweise geringfügig verändern, und zwar um 2,1 Prozent im Westen und 4,0 Prozent im Osten.

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Der Grund ist, dass die Einkommen im Niedriglohnbereich durch das Arbeitslosengeld II aufgestockt werden, dieser Zuschuss bei steigendem Einkommen aber weitgehend wegfällt.

Würden auch noch mögliche Jobverluste durch den Mindestlohn mit berüchsichtigt, „dürfte das Urteil über die Nützlichkeit des Mindestlohns als Mittel zur Armutsbekämpfung noch pessimistischer ausfallen“, so die Autoren.

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