Doktorarbeit: Uni Bayreuth weist Guttenberg-Vorwürfe zurück

Doktorarbeit: Uni Bayreuth weist Guttenberg-Vorwürfe zurück

, aktualisiert 30. November 2011, 16:21 Uhr
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Die Doktorarbeit die keine mehr ist.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Universität Bayreuth bestreitet Vorwürfe, sie habe die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nicht neutral begutachtet. In einer Stellungnahme schießt die Uni scharf zurück.

BayreuthEinen Tag nach Erscheinen des Interview-Buches „Vorerst gescheitert“ von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat die Universität Bayreuth die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. In einer heute veröffentlichten, zwei Seiten langen Stellungnahme heißt es, es habe keinen externen Einfluss auf die Kommission „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“ gegeben. Dies habe Guttenberg in dem Buch unterstellt.

Insbesondere habe zu keinem Zeitpunkt - anders als in dem Buch behauptet - der Verlust von Forschungsgeldern gedroht. „Die im Buch geäußerten Vorwürfe zu Guttenbergs weist die Universität Bayreuth mit aller Entschiedenheit als unbegründet zurück“, heißt es wörtlich.

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In seinem Interview-Buch warf Guttenberg der Hochschule nun vor, sie sei bei der Behandlung des Falles „leider nicht unabhängig“ gewesen, sondern habe offenbar aus Angst vor dem Verlust von Forschungsgeldern vorschnell ge- und verurteilt.

In ihrer Stellungnahme betonte die Universität, dass die Kommission, die sich um Vorwürfe wissenschaftlichen Fehlverhaltens kümmere und eine ständige Einrichtung sei, sogar zwei externe Berater hinzugezogen. Als ständiger Gast sei zudem ein Ombudsmann beteiligt gewesen. „Daher war gerade im Falle von Herrn zu Guttenberg ausgewiesene interne und externe Expertise in die Beurteilung des Fehlverhaltens eingebunden“, heißt es.

Die Universität weist weiter darauf hin, dass der vollständige Bericht der Kommission mit ausdrücklicher Zustimmung Guttenbergs veröffentlicht worden sei.

Die Kommission hatte im Mai ihren Abschlussbericht zu der von Guttenberg abgeschriebenen Jura-Doktorarbeit veröffentlicht. Sie war zu dem Ergebnis gekommen, dass er in seiner Dissertation die Standards guter wissenschaftlicher Praxis „evident grob verletzt und hierbei vorsätzlich getäuscht hat“. Dem CSU-Politiker wurde der Doktortitel aberkannt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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