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Düsseldorfer Tabelle: Trennungskinder: Richter fordert Reform der Unterhaltssätze

von Andrea Auler

Die neue Düsseldorfer Tabelle, nach der Trennungskindern ab 2010 im Schnitt 13 Prozent mehr Geld zusteht, stößt wegen der bisher stärksten Anhebung überhaupt selbst bei den Urhebern der neuen Werte auf Kritik.

Gefordert wird eine grundlegende Änderung der Berechnungsgrundlage. Ohne Reform bringe die Tabelle künftig „riesengroße Probleme“, prognostiziert Jürgen Soyka, Familienrichter aus Düsseldorf und Mitberechner der Tabelle, die vom Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf erstellt wird. Die seit 2008 geltende Koppelung des Mindestunterhalts an den Kinderfreibetrag sei hochproblematisch, sagte Soyka der WirtschaftsWoche. „Der starke Anstieg ist weder durch höhere Einkommen noch durch höhere Lebenshaltungskosten gerechtfertigt.“

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Neue Richtlinien gefordert

Weil sich das OLG Düsseldorf bei der Neuberechnung des Unterhalts für Trennungskinder aber an die gesetzlichen Vorgaben halten muss, fordert Soyka vom Gesetzgeber neue Richtlinien bis zur nächsten Verhandlungsrunde. Andernfalls erhöhen sich die Belastungen für die unterhaltspflichtigen Elternteile weiter: Die schwarz-gelbe Bundesregierung plant, den Freibetrag für Kinder dem von Erwachsenen anzugleichen. Der Mindestunterhalt würde dann auf 500 Euro steigen. Soyka warnt: „Dann stehen der Unterhalt und das, was dem unterhaltspflichtigen Elternteil bleibt, in keinem angemessenen Verhältnis mehr.“.

36 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 20.06.2010, 18:05 UhrAnonymer Benutzer: Zahlesel

    Eine kinderlose bundeskanzlerin und ein Schwuler Aussenminister. Alles Klar warum die keine Ahnung von Familie haben.

  • 26.03.2010, 15:22 UhrAnonymer Benutzer: Tanja Schmitt

    Es geht ja nicht nur darum, dass Trennungskindern oft mehr Geld zur Verfügung steht als Kindern in "intakten" Familien! Allein die Tatsache, dass der betreuende Elternteil bis zum 18. Lebensjahr des Kindes NiCHT barunterhaltspflichtig ist, egal, wie gut es ihm geht [!], ist eine Schande!

  • 24.02.2010, 21:16 UhrAnonymer Benutzer: ragazzo

    Da kann ich dir nur beipflichten. Die ignoranz unserer Regierung ist kaum noch zu ertragen. ich stehe vor dem selben Problem! Wer soll den Wahnsinn noch bezahlen. ich bin froh, dass ich gerade über die Runden komme. Fakt ist, wenn mein Sohn bei mir ist, schliesse ich ihn ja auch nicht im Keller, bei Wasser und brot ein.
    Diese und die vorherige Regierung wäre einer der größten Witze, wenn es nicht so traurig wäre. Die Schere zwischen Armut und Reichtum wird immer größer und wer darf das später ausgleichen? Die Gesellschaft, weil immer mehr Väter verarmen und so in die Grundsicherung getrieben werden. besonders belustigend ist, dass ein Grundsicherungsempfänger unwesentlich mehr bekommt wie ein Kind. Nur davon soll er dann Leben. Ein Hoch auf die Gesetze. Macht ruhig weiter so...und der Steruerzahler wird zukünftig noch stärker zur Kasse gezogen.

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