E-Government: Deutsche bei "Online-Behördengängen" schüchtern

E-Government: Deutsche bei "Online-Behördengängen" schüchtern

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Die Deutschen sind eher zurückhaltend bei der Nutzung elektronischer Bürgerdienste wie Online-Anträgen beim Amt.

So richtig angetan scheinen die Deutschen nicht von der Nutzung elektronischer Bürgerdienste, zeigt der „E-Government-Monitor 2015". Dabei sind viele der Online-Angebote nützlich, abes es kennt sie einfach kaum einer.

Die Deutschen sind eher zurückhaltend bei der Nutzung elektronischer Bürgerdienste wie Online-Anträgen beim Amt. Einer aktuellen Umfrage zufolge nutzten 39 Prozent der deutschen Internet-Nutzer in den vergangenen zwölf Monaten sogenannte E-Government-Angebote. Ein Jahr zuvor waren es noch 45 Prozent gewesen. Im Vergleich zu der Schweiz, Österreich und Schweden ist Deutschland damit abgeschlagen; dort liegen die Nutzungswerte zwischen 69 und 75 Prozent.

Das sind die Ergebnisse des „E-Government-Monitors 2015", der am Donnerstag im Bundesinnenministerium in Berlin vorgestellt wurde. Die Studie liefert jährlich Daten zur Akzeptanz elektronischer Bürgerdienste in Deutschland - im Vergleich mit Österreich, der Schweiz und Schweden.

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So funktioniert der elektronische Personalausweis

  • Fingerabdrücke

    Bei der Beantragung des Personalausweises, muss man sich entscheiden, ob man seine Fingerabdrücke auf dem Chip speichern lassen möchte. Das ist eine freiwillige Funktion und soll der Fälschungssicherheit dienen.

  • eID-Funktion

    Die eID-Funktion muss bei der Abholung des Personalausweises aktiviert werden. Danach fragt der Sachbearbeiter dann noch einmal. Wer hier nein sagt, kann die eID nicht nutzen.

  • Kartenleser

    Ohne ein Kartenlesegerät lässt sich der Personalausweis und die eID bislang nicht nutzen. In Zukunft sollen auch mobile Endgeräte dazu genutzt werden. Das ist aber noch Zukunftsmusik. Aktuell gibt es drei verschiedene Modelle: Basisleser, Standardleser und Komfortleser, die unterschiedlich viel können. Preislich liegen sie zwischen 70 und 120 Euro.

  • Pin und Co.

    Um die eID mit dem Kartenleser zu nutzen, erhalten Bürger per Post eine PIN und einen PUK – vergleichbar mit PIN und PUK beim Handyvertrag. Außerdem gibt es ein sogenanntes Sperrkennwort, das dann zum Einsatz kommt, sollte man seinen Personalausweis verlieren und sperren lassen müssen.

  • Software

    Die sogenannte „AusweisApp2“, die vom Softwareunternehmen Governikus entwickelt wurde, kann im Internet kostenlos heruntergeladen werden. Sie steht aktuell aber nur für die Betriebssysteme Windows 7 und 8 sowie OS X zur Verfügung.

Die Bürger in Deutschland können heute viele Behördengänge auch auf dem elektronischen Weg erledigen: also zum Beispiel per Internet ihre Steuererklärung einreichen, ihren Wohnsitz ummelden, ein Wunschkennzeichen fürs Auto reservieren oder eine Anzeige bei der Polizei erstatten.

Die Deutschen nutzen Online-Angebote von Behörden und öffentlichen Einrichtungen laut Studie aber vor allem, um Informationen einzuholen: Der beliebteste Bürgerdienst ist die Fahrplanauskunft für den öffentlichen Nahverkehr. Viele checken auch Öffnungszeiten oder Kontaktdaten von öffentlichen Stellen ihrer Stadt oder Kommune. Als größte Nutzungsbarriere für andere Dienste sehen die Bürger die mangelnde Bekanntheit vieler Online-Angebote.

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