Ebola: Bundeswehr bereitet Rückkehr der Helfer vor

Ebola: Bundeswehr bereitet Rückkehr der Helfer vor

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Die Bundeswehr bereitet sich auf ihre Maßnahmen bei Rückkehr von Ebola-Helfern vor.

Vier Wochen werden Gruppen der Bundeswehr im afrikanischen Ebola-Krisengebiet im Einsatz sein. Mitte Dezember kehren die ersten zurück. Darauf bereitet sich die Bundeswehr nun bereits vor.

Nachdem die Bundeswehr ihre Ebola-Hilfe in Westafrika gestartet hat, bereitet sie sich bereits auf die Heimkehr vor. Am Mittwoch präsentierte der Sanitätsdienst die Vorkehrungen für die Zeit, wenn Helfer ab Mitte Dezember zurückkommen. „Ebola ist einer der gefährlichsten Erreger“, sagte Oberstarzt Peter Lüke in Koblenz.

Dennoch sei das Risiko, dass sich ein Helfer infiziere und in Deutschland zur Ansteckungsgefahr werde, sehr gering. Das Restrisiko will die Bundeswehr mit gleich mehreren Maßnahmen so niedrig wie möglich halten.

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Damit sich die freiwilligen Helfer aus Deutschland möglichst nicht infizieren, müssen sie vor der Abreise eine Prüfung im Umgang mit Schutzanzug, Atemschutzmaske und Schutzbrille ablegen. Dabei fielen auch Kandidaten durch, sagte Lüke. Von den Freiwilligen der Bundeswehr seien insgesamt rund 200 für den Ebola-Einsatz in Liberia geeignet. „Von denen schicken wir immer 20 für vier Wochen runter.“ Die ersten werden Mitte Dezember zurückerwartet.

Das ist das Ebola-Virus

  • Das Virus

    Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein sogenanntes hämorrhagisches, das heißt mit starken Blutungen einhergehendes, Fieber aus.

  • Sterblichkeit

    Je nach Erregerstamm sterben laut Angaben der WHO 25 bis 90 Prozent der Patienten an einer Ebola-Erkrankung. Trotz intensiver Forschung ist noch kein Heilmittel auf dem Markt, Impfstoffe sind in der Testphase.

  • Der Übertragungsweg

    Seinen Ursprung hat das Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt zu erkrankten Tieren infizieren, unter anderem Affen oder Flughunde. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.

  • Die Krankheit

    Die Inkubationszeit beträgt nach WHO-Angaben zwei Tage bis drei Wochen. Dann setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, auch andere Organe werden geschädigt. Es können schwere innere Blutungen auftreten. Erst wenn die Symptome auftreten, sind Infizierte ansteckend.

  • Die Gefahrenzone

    Ebola kommt vor allem nahe des afrikanischen Regenwaldes vor. Zum ersten Mal wurde das Virus 1976 im damaligen Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, nahe dem Ebola-Fluss nachgewiesen. Daher hat die Krankheit ihren Namen.

    Laut aktuellen Zahlen der WHO (Stand: 14. November 2014) sind seit dem aktuellen Ausbruch mehr als 14.400 Ebola-Fälle bekanntgeworden, die meisten in Liberia und Sierra Leone. Fast 5200 Menschen haben das Virus nicht überlebt.

Die ersten Freiwilligen der Bundeswehr waren am Freitag zum Ebola-Einsatz in Liberia abgeflogen. Ein Aufbauteam soll ein Behandlungszentrum in der Hauptstadt Monrovia einsatzbereit machen.

Vor dem Rückflug wird Fieber gemessen und nach Symptomen gefragt. Im Anschluss biete die Bundeswehr eine freiwillige, dreiwöchige Auszeit in geschützter Umgebung „im Sinne einer Präventivkur“ an, sagte Oberstarzt Lüke. Der Einsatz in einer sehr heißen Umgebung, wo viele Menschen sterben, sei für die Helfer sehr belastend. Nur wer einen direkten Kontakt zu einem Infizierten hatte, etwa über einen versehentlichen Nadelstich, komme in Quarantäne.

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Insgesamt scheine sich die Lage in Monrovia etwas zu entspannen, die Zahl der Infizierten sinke. Lüke warnte aber vor voreiligen Schlüssen. „Auf dem Land gibt es eine große Dunkelziffer.“ Die Zahl der Ebola-Fälle hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag mit 13.268 angegeben. Bisher gab es etwa 5000 Tote. Neben Liberia sind Sierra Leone und Guinea am stärksten betroffen. Aus dem westafrikanischen Mali wurden mittlerweile zwei neue Ebola-Tote bekannt. Zuvor hatte es dort nur einen Fall gegeben.

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