EEG: IW erwartet Strompreis-Anstieg um 13 Prozent

ThemaEnergiewende

EEG: IW erwartet Strompreis-Anstieg um 13 Prozent

In den kommenden vier Jahren könnte Strom für Haushalte um bis zu 13 Prozent teurer werden. Das prognostiziert das Institut der deutschen Wirtschaft Köln und fordert eine grundlegende EEG-Reform.

In vier Szenarien hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) untersucht, wie sich die Strompreise bei der aktuellen Form des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) entwickeln. Die Prognose: Innerhalb der nächsten vier Jahre könnte sich der Strompreis für private Haushalte um bis zu 13 Prozent verteuern. Industrieunternehmen, die nicht unter die Ausnahmeregelungen fallen (dies sind 99 Prozent aller Unternehmen), könnten sogar 19 Prozent mehr bezahlen.

Das IW Köln fordert daher von der neuen Bundesregierung tiefgreifende EEG-Reformen. "Kleinteilige Änderungen an der Förderung reichen nicht aus, um die Energiewende effizient zu gestalten", sagt Hubertus Bardt, Studienleiter und Energieexperte des IW. "Ein großer Wurf für mehr Wettbewerb ist nötig, um wettbewerbsfähige Strompreise zu sichern." Die Studie zeige deutlich, dass die EEG-Umlage der größte Treiber der Stromkosten sei. Im ungünstigsten der vier Szenarien könnten die so zu finanzierenden Subventionen bis zum Jahr 2018 von heute rund 16,5 Milliarden Euro auf 31 Milliarden Euro steigen. Dies entspräche einer Steigerung der EEG-Kernumlage von aktuell knapp 5,3 auf 8,1 Cent.

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Auch im günstigsten Szenario (Ausbaugeschwindigkeit der Erneuerbaren Energien verlangsamt sich und Kosten der Ökostrom-Produktion sinken) steige der Subventionsbedarf noch immer um rund 3 Milliarden Euro, so das IW.

Erstellt wurde die Studie des IW Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). "Ein leistungsfähiges Deutschland braucht bezahlbare Strompreise. Der Staat treibt den Strompreis immer mehr nach oben und verzerrt den Markt für Strom. Die große Koalition hat die Dramatik der steigenden Strompreise zwar erkannt, echte Reformen aber auf die nächste Legislaturperiode verschoben", kommentiert INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.

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