Ehe für alle: Schwule und lesbische Paare können ab Oktober heiraten

Ehe für alle: Schwule und lesbische Paare können ab Oktober heiraten

, aktualisiert 28. Juli 2017, 13:42 Uhr
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Mit einem Transparent und der Aufschrift "Ehe für alle bedeutet Rechte für alle" ziehen Teilnehmer am 22.07.2017 in Berlin beim Christopher Street Day (CSD) unter dem Motto «Mehr von uns - jede Stimme gegen Rechts» für die Rechte von schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Menschen durch die Innenstadt. Die weltweiten Paraden und Demonstrationen zum Christopher Street Day erinnern an den Stonewall-Aufstand im Jahr 1969 in New York. Foto: Jörg Carstensen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Quelle:Handelsblatt Online

Ab dem 1. Oktober dürfen Schwule und Lesben den Bund der Ehe eingehen – und damit auch gemeinsam Kinder adoptieren. Paare mit einer eingetragenen Lebenspartnerschaft können sich schon jetzt beim Standesamt melden.

BerlinVom 1. Oktober an können schwule und lesbische Paare in Deutschland heiraten und gemeinsam Kinder adoptieren. Am Freitag wurde das Gesetz zur Öffnung der Ehe für Homosexuelle im Bundesgesetzblatt verkündet. Am 1. Oktober tritt es in Kraft. Homosexuelle Paare können laut Bundesinnenministerium schon jetzt beim Standesamt eine Eheschließung für die Zeit ab dem 1. Oktober anmelden. Auch Paare, die eine eingetragene Lebenspartnerschaft haben, können ab sofort beim Standesamt anmelden, dass sie diese in eine Ehe umwandeln wollen - und dafür einen Termin nach dem Inkrafttreten des Gesetzes vereinbaren. Das geht aus einem Schreiben des Bundesinnenministeriums an die Landesinnenministerien hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

In dem Schreiben heißt es weiter, die nötigen Änderungen der personenstandsrechtlichen Vorschriften könnten nicht mehr bis Anfang Oktober in Kraft gesetzt werden, sondern erst 2018. Auch einige technische Umstellungen seien notwendig. Ehen könnten aber trotzdem vorher geschlossen werden. Bundestag und Bundesrat hatten die Öffnung der Ehe kurz vor der parlamentarischen Sommerpause überraschend auf den Weg gebracht. Schwule und Lesben hatten jahrzehntelang dafür gekämpft.

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Bislang konnten schwule und lesbische Paare in Deutschland lediglich eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. Diese ist aber rechtlich nicht mit der Ehe gleichgesetzt, vor allem mit Blick auf das volle Adoptionsrecht. Solche Lebenspartnerschaften können künftig nicht mehr neu geschlossen werden, bereits bestehende bleiben aber erhalten - oder können in eine Ehe umgewandelt werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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