Ein Mann verbindet Hisbollah und Iran: Das Fünf-Millionen-Dollar-Phantom - Seite 2

Ein Mann verbindet Hisbollah und Iran: Das Fünf-Millionen-Dollar-Phantom

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Die Gehälter der Journalisten des Propagandasenders Al-Manar zahlt zum größten Teil das iranische Staatsfernsehen. Obwohl Israels Luftwaffe den Hisbollah-Sender seit über einer Woche ins Visier nimmt, sendet er weiter. Die Schiiten im Süden des Libanons haben einen Staat im Staate geschaffen. Die Höhe der iranischen Unterstützung zeigt den hohen Stellenwert der Schiitenpartei im strategischen Kalkül Irans: Die „Hisbollah“, die „Partei Gottes“, ist der verlängerte Arm der iranischen Revolutionswächter. Und diesen Arm rüsten die Mullahs seit Jahren auch mit Waffenlieferungen auf. Dabei spielt der syrische Staatspräsident Baschar Assad immer noch eine zentrale Rolle, auch wenn Syrien seine Truppen im vergangenen Jahr aus dem Libanon abgezogen hat. Iranische Waffen werden nach Damaskus oder in die syrische Hafenstadt Latakia geflogen, von wo sie den Weg zur Hisbollah im Libanon finden. In den vergangenen Jahren hat sich die Qualität der gelieferten Waffen deutlich verbessert. Inzwischen verfügen die Islamisten gar über Marschflugkörper und moderne Mittelstreckenraketen – alles in Iran oder Syrien produziert. In Beirut sind zudem rund 150 iranische Revolutionsgardisten stationiert, die der Hisbollah bei der Bedienung der High-Tech-Waffen zur Hand gehen. Hisbollah und Iran bilden eine Einheit – und der Fünf-Millionen-Dollar-Terrorist Imad Mughniyah die Schlüsselperson in dieser „Achse des Bösen“. Der in der libanesischen Stadt Tayr Dibba geborene Mughniyah begann seine Karriere Anfang der achtziger Jahre als Leibwächter von PLO-Führer Arafat. Seither stellte er seine Dienste verschiedenen Terrororganisationen zur Verfügung. Im Grunde genommen arbeitete er aber stets für Teheran. Heute ist der 44-Jährige Generalstabschef der Hisbollah und Generalsekretär Nasralla direkt unterstellt. Nasrallas wichtigster Untergebener ist jedoch zugleich auf das Engste mit dem iranischen „Ministerium für Informationsbeschaffung und Sicherheit“ verbunden. Dieses setzt Mughniyah für besonders anspruchsvolle Aufgaben ein. Derzeit bildet der Libanese die palästinensischen Milizen der Hamas und des Islamischen Dschihad aus. Per E-Mail versorgt Mughniyah die Hamas, die seit Jahresbeginn in Palästina auch politisch die Macht übernommen hat, mit Blaupausen zur Herstellung von Kassamraketen, gibt Tipps für den Terrorkampf und Anweisungen zum Waffenschmuggel.

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Lesen Sie weiter auf Seite 3: Mughniyahs Handschrift der Gewalt

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