Elterngeld Plus: Arbeitgeber nennen Pläne von Manuela Schwesig unzumutbar

Elterngeld Plus: Arbeitgeber nennen Pläne von Manuela Schwesig unzumutbar

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Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) erntet Kritik für ihr Elterngeld Plus.

Das geplante Elterngeld Plus stößt bei Arbeitgebern auf Ablehnung. Arbeitnehmer mit Kindern könnten ihre Elternzeit künftig "ohne Zustimmung des Arbeitgebers in bis zu drei Abschnitte aufteilen".

Die Pläne von Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) für ein „Elterngeld Plus“ stoßen bei den Arbeitgebern auf Kritik. Die Personalplanung der Betriebe dürfe nicht unzumutbar erschwert werden, warnte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Ein BDA-Sprecher sagte der „Passauer Neuen Presse“, ein Arbeitgeber müsse bei betrieblichen Gründen der Übertragung von Teilen der Elternzeit auf einen späteren Zeitpunkt widersprechen können.

„Gravierend wäre, wenn künftig die übertragene Elternzeit auch noch auf aufgespalten werden könnte“, sagte er. „Dann müsste der Arbeitgeber bei einer Elternzeit künftig bis zu drei Mal eine befristete Vertretung organisieren.“

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Von den 36 Monaten Elternzeit, die Vätern und Mütter insgesamt zustehen, sollen künftig bis zu 24 Monate - statt wie bisher 12 - zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes in Anspruch genommen werden können. „Eine Zustimmung des Arbeitgebers ist nicht mehr notwendig“, so hatte die „Schweriner Volkszeitung“ den Entwurf zitiert. Die Elternzeit müsse aber in diesen Fällen mit mindestens 13 Wochen Vorlauf - statt bisher 7 - angemeldet werden. Arbeitnehmer mit Kindern könnten ihre Elternzeit den Plänen zufolge „zukünftig ohne Zustimmung des Arbeitgebers in bis zu drei Abschnitte aufteilen“.

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Der Entwurf ging am Mittwoch in die Abstimmung mit den anderen Ministerien. Ende März hatte Manuela Schwesig bereits ihre Vorstellungen dazu öffentlich gemacht. Das „Elterngeld Plus“ soll vor allem Eltern entgegenkommen, die nach der Geburt des Kindes in Teilzeit arbeiten möchten.

Ähnliche Pläne waren in der schwarz-gelben Vorgängerregierung gescheitert. „Eine frühere Erwerbstätigkeit beider Partner in Teilzeit, die gleichzeitig eine (gemeinsame) Fürsorge für das neugeborene Kind ermöglicht, wird sich stärker lohnen als bisher“, heißt es nach Angaben der Zeitungen im Entwurf.

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