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Energie: Sinkende Strompreise bei Trennung von Netz und Herstellung

Als Fortschritt wertet Energie-Experte Christian von Hirschhausen, den Plan des deutschen Energiekonzerns E.On, sich von seinem Stromnetz zu trennen.

Als Fortschritt wertet Quelle: AP
Als Fortschritt wertet Energie-Experte Christian von Hirschhausen, den Plan des deutschen Energiekonzerns E.On, sich von seinem Stromnetz zu trennen Quelle: AP

Nur bei einer Trennung zwischen Netz und Herstellung, sei überhaupt ein Wettbewerb zwischen Stromerzeugern möglich, so der Professor für Energiewirtschaft und Public Sector Management an der TU Dresden.

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„Ein Netzbetreiber, der keinen eigenen Strom herstellt, hat kein Interesse Überkapazitäten zurückzuhalten, um andere Wettbewerber zu benachteiligen. Dies wirkt sich auch positiv auf den Strompreis aus. Außerdem wird ein reiner Netzbetreiber das Netz effizienter ausbauen“, argumentiert von Hirschhausen in der WirtschaftsWoche.

Mittelfristig geht von Hirschhausen davon aus, dass die Netzzonen der großen deutschen Energiekonzerne zu einem Netz zusammengelegt werden. „Der Trend in Europa geht eindeutig zu größeren Einheiten und gemeinsamem Netzmanagement“, so der Energie-Ökonom. Franzosen, Niederländer und Belgier managen ihr Netz seit Längerem einheitlich.

Von Hirschhausen: „Es gibt keinen Grund, das in Deutschland nicht genauso zu machen. Die Regulierung der Energiewirtschaft kommt im europäischen Vergleich zu spät, kritisiert von Hirschhausen. Sie hinke Ländern wie Großbritannien, den Niederlanden und Skandinavien viele Jahre hinterher. Allerdings, so von Hirschhausen, sei die Bundesnetzagentur innerhalb der jetzigen Rahmenbedingungen gut aufgestellt – sowohl im Strom- als auch im Gasmarkt. 

7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 10.03.2008, 00:13 UhrSempralon

    Jepp, alternativ produziert bei den Russen: http://www.stock-world.de/nachrichten/dowjones/2501883-DJ_E_ON_erh_246_ht_Anteil_russischer_OGK_4_auf_75_7_72_7.html
    Aber sie bauen auch ein neues Gaskraftwerk in Lubmin ... so ganz wollen sie sich wohl nicht zurückziehen.
    Klar ist das die Zukunft, Vattenfall macht es ja so ähnlich, die verhökern ja auch Atomstrom aus Tschernobyl an ihre Landsleute, die gewaltigen Wechselrichter an den Grenzen lassen grüßen !

    (das Scheibfenster ist ein wenig mickrich ...)

    Das E.on seine Chancen nutzt ist klar, sind ja keine Deppen wie unsere Politiker die die Trends verschlafen ... sind halt auch nur dumme Michels, die erst wach werden, wenn sie vom gelächter der anderen geweckt werden ...

    Aber warum darüber diskutieren ?
    Der "Normalbürger" wird weiterhin schimpfen und dennoch die idioten in ihre Ämter hieven.

    ich werde es dir sagen, evtl. keimt da doch etwas ... oder der "Michel" wacht noch auf, bevor es zu spät ist.

    Zuviel Hoffnung ? Mag sein ...

  • 09.03.2008, 22:10 UhrQuerdenker

    Hallo Sempralon
    Eon verhökert nicht seine Netze und Kraftwerkskapazitäten um letztendlich irgendwo durch beteiligungen wieder drin zu sein, sondern Eon kennt die Zukunft.
    Erstens wird zukünftig das Energienetz sowieso in öffentliche Hand gelangen, also warum jetzt nicht dafür einen guten Preis verlangen, soll der nächste besitzer sich mit der Öffentlichkeit und der Netzagentur rumschlagen.
    Zweitens die 4500 MW Kraftwerkkapazitäten bringen derzeit auch noch gutes Geld. in ein paar Jahren sind diese durch fossile Energieträger betriebene Kraftwerke eh ein großes Problem.
    Drittens Eon kauft sich dafür im Ausland bei alternativen Energieanbietern ein.
    Das hat natürlich einen Riesen Vorteil weil Eon den Strom nicht mehr in Deutschland produziert sondern im Ausland um ihn dann wieder in Deutschland zu verkaufen. Er brauch sich nicht mehr um Netz zu kümmern (Ausbau, Genehmigung, Netzqualität, Einspeisevergütungen usw.) sondern verkauft nur alternativ erzeugten Strom. Alles andere ist nicht mehr das Problem von Eon sondern des zukünftigen Netzbetreibers.

  • 09.03.2008, 21:19 UhrSempralon

    Lieber Querdenken, diese Zertifikate bekommen die Deutschen Kraftwerksbetreiber von unserer Regierung geschenkt !
    Je mehr schmutzige Kraftwerke der jeweilige betreiber hat, desto mehr bekommt er ... kostenfrei, wohlgemerkt.
    Jetzt stellt der Kraftwerksbetreiber aber dem Stromabnehmer (dummer deutscher Michel) eben diese kostenfreien Zertifikate in Rechnung ... macht einen Reingewinn von etwas mehr als einer Milliarde Euro im Jahr ...
    Neue Umweltfreundliche Kraftwerke ?
    Wozu und von welchem interesse wären die für unsere Energiekonzerne ?

    Genau, die Zertifikatsgewinne würden sinken, ja sogar katastrophal einbrechen !
    Das kann man doch keinem Aktionär und Vorstandmitglied (ua. sei hier der Wolfgang Clement genannt, der bei RWE Power seine Renditen bekommt) klarmachen ...

    Tjoa' that's business !

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