Energiepolitik: Glos will Käufern neuer Kühlschränke 150 Euro schenken

Energiepolitik: Glos will Käufern neuer Kühlschränke 150 Euro schenken

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Wirtschaftsminister Michael Glos

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) will die künftige Energiepolitik auf drei Säulen aufbauen: Mehr Energieeffizienz, höhere Transparenz für die Verbraucher und eine modernere Anbieterstruktur. Konkrete Vorschläge dazu hat dessen Projektgruppe Energiepolitisches Programm (PEPP) erarbeitet.

Das Glos’sche PEPP-Papier, das der WirtschaftsWoche vorliegt, empfiehlt als populäre Maßnahme, den Kauf energiesparender Kühlschränke und Waschmaschine zu bezuschussen. Verbraucher, die solch ein Gerät erwerben, erhalten jeweils 150 Euro als Zuschuss. Zwar sei der Energieverbrauch von neuen Geräten, so die PEPP-Experten zur Begründung, seit 1990 um bis zu 80 Prozent gesunken, in deutschen Haushalten stünden aber Gefriergeräte mit einem Durchschnittsalter von 17 Jahren und Kühlschränke mit einem Durchschnittsalter von 14 Jahren.

Mit dem Energiespar-Bonus, der bis 2012 befristet werden soll, will das Ministerium die Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte überwinden. Auch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm soll nach dem Willen des Bundeswirtschaftsministers über das Jahr 2011 hinaus bis 2015 fortgeführt werden. Weitere Energiesparpotenziale werden beim Auto gesehen: Von einer „Spritsparinitiative“, in der sich Autohersteller und -händler verpflichten sollen, die Autofahrer über benzinsparendes Fahrverhalten zu informieren, bis hin zu einem „Sprittraining“ für Autokäufer verspricht sich das Wirtschaftsministerium Einsparungen von „bis zu einem Viertel“ ohne dass der Fahrkomfort eingeschränkt wird.

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Weil Atomenergie als „Brückentechnologie“ unverzichtbar sei, um die Stromwirtschaft vom Zeitalter der klassischen Fossilbrennstoffe in das der erneuerbaren Energien zu führen, plädiert PEPP zudem dafür, die Laufzeiten von Kernkraftwerken von 32 auf 40 Jahre zu verlängern.

Ausweiten will das Wirtschaftsministerium seine 2008 gestartete Transparenzinitiative. Speziell zum Strom soll zusammen mit dem Bundesverband der Verbraucherzentrale eine Anbieterwechsel-Kampagne starten. Geplant ist auch ein Energiekosten-Monitoring, das über die Entwicklung der Verbraucherpreise bei Strom, Erdgas, Heizöl und Kraftstoffen informiert.

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