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Energiepolitik: Kampagne gegen Schwarz-Gelb

von Henning Krumrey

Vorstandsvorsitzende etlicher Großunternehmen protestieren gegen die Energiepolitik des Regierung. Auch viele Merkel-Fans sind dabei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel. Quelle: APN
Bundeskanzlerin Angela Merkel. Selbst ihre Fürsprecher sind gegen ihre Energiepolitik. Quelle: APN

Eine Woche haben die BDI-Geschäftsführer Werner Schnappauf und Dieter Schweer getrommelt, dann stand die stolze Liste: Vorstandsvorsitzende etlicher Großunternehmen protestieren in Anzeigen gegen die Energiepolitik von Schwarz-Gelb. „Wut und Enttäuschung“ hat Schnappauf registriert, weil die Regierung hinterrücks Luftverkehrsabgabe und Brennelementesteuer erfand, ohne mit den Betroffenen überhaupt zu reden; und weil sie bei der Ökosteuer Mitnahmeeffekte von 300 Millionen Euro kappen, tatsächlich aber 1,5 Milliarden kassieren wolle. „Es ist eine Entschlossenheit da zu dokumentieren: Wir wenden uns gegen diese Vorgehensweise.“

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Sogar Otto Schily ist egen die schwarz-gelbe Energiepolitik

Bemerkenswert: Es sind etliche – vielleicht ehemalige – Merkel-Fans dabei. Der BASF-Vorstandschef Jürgen Hambrecht war jahrelang ihr liebster Berater – aber sein Unternehmen hängt am Energietropf. Deutschbanker Josef Ackermann war ihr fürs Abendessen im Kanzleramt von Herzen dankbar – und unterzeichnete. Fraktionsvize Michael Fuchs ist dabei, Merkels oberster Wirtschaftspolitiker im Parlament. „Ich wähle die ungewöhnliche Form eines offenen Briefes, weil die Lage ernst ist“, begründet er. „Vor allem wegen des EEG gehe ich davon aus, dass wir im nächsten Jahr Steigerungen von 10 bis 15 Prozent beim Strompreis erleben werden.“ Der IGBCE-Chef Michael Vassiliadis hakt sich unter, weil seine Gewerkschaft die Mitarbeiter der Stromer wie der energieintensiven Chemie betreut. Sogar Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff unterschrieb. Der gilt zwar als CDU-Sympathisant mit Draht zur Kanzlerin, aber er hat auch Betriebswirtschaft studiert; sein Vater war einst RWE-Vorstand.

 

Ausgegangen ist die Idee von RWE-Boss Jürgen Großmann; der brachte gleich etliche Namen mit wie die beiden früheren SPD-Bundesminister Wolfgang Clement und Otto Schily. Letzter hatte einst den Atomausstieg mit beschlossen. Finanziert werden die Anzeigen von einem Verein, den vor allem die vier AKW-Betreiber speisen. Der BDI leistet künftig weitere Unterstützung. Zusammen mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und dem Institut der Deutschen Wirtschaft erarbeitet er Vorschläge für ein nationales Energiekonzept – als Handreichung oder Gegenentwurf für die Bundesregierung. 

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.10.2010, 04:15 UhrAnonymer Benutzer: Lanny von Kürten

    Liebe Frau Merkel,
    wann kapieren Sie endlich, daß Sie total fehl am Platz sind.
    Wir brauchen eine Regierung und kein Kasperltheater!!
    Gehen Sie doch mit den ganzen Witzfiguren ihrer Regierung mal für längere Zeit in die Wüste! Das hat vor ihnen schon mal einer gemacht und dann einen berg gefunden von dem er predigen konnte.
    Als ehemalige FDJ-lerin kennen Sie diesen Typen wahrscheinlich nicht - oder?
    Also Krenz und Kohl waren es nicht. Raten Sie mal !
    Sie werden nicht drauf kommen - denn da gehört Verstand zu !!
    Kapiert ? - VERSTAND!!
    ich freue mich wenn Sie in Kürze in der Versenkung verschwinden und hoffe, Sie dann in der Wüste zu treffen.

  • 30.08.2010, 12:37 UhrAnonymer Benutzer: Auf dem Foto gezeigt

    eine Frau--die der industrie diente den banken --nach ihrer Tätigkeit als erste Frau und Kanzler-Darstellerin wird diese Frau Leistungslos eine sehr sehr reiche Frau werden nach ihrer Tätigkeit des nichts tuns.

    Sie wird förlich von oben genannten in Diamanten aufgewogen werden.

  • 24.08.2010, 13:40 UhrAnonymer Benutzer: Esther

    Das Problem hierbei ist , daß man keinen Standpunkt der Kanzlerin noch erkennen kann - sie ist sich - wie scheint - noch immer unklar - wie und was wie schnell entschieden werden soll - sehr schwierig .
    Frau Merkel unbeweglich - zu entscheidungsunfreudig - auch etwas mutlos. Sie wird aushandeln - mit welchen Ergebnissen ?

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