Kommentare zu: Solarwirtschaft gegen Kernkraft

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17 Kommentare
  • 10.02.2010, 19:47 UhrAnonymer Benutzer: Nicolo

    Sehr geehrte Frau Sekareva, ihrer Analyse kann ich weitestgehend zustimmen, nur in einem Punkt muss ich energisch widersprechen. Die Debatte Subventionierung Kernkraft vs. Solatwirtschaft ist keineswegs abstrakt! Wir entscheiden mit unserer Politik heute über die Arbeitsplätze von morgen und über die Zukunft einer ganzen branche in Deutschland. Eine überwältigende Mehrheit in der deutschen bevölkerung ist dafür, dass die Solarwirtschaft in Deutschland nicht kaputtgemacht wird! Die geplante Absenkung werden allerdings viele betriebe nicht überleben, so viel ist sicher. Damit beschreitet die bundesregierung den schlechtesten aller Wege: erst mit viel Aufwand die branche aufzubauen, und dann wenige Jahre vor der Zielerreichung wieder zu zerschlagen, und die Früchte andere ernten zu lassen! Und dass für eine (theoretische) Einsparung beim Strompreis von 1% (!) in 2015 (!), (siehe begründung des bMU). bei soviel Kurzsichtigkeit (oder besser blindheit) soll sich niemand in den verantwortlichen Parteien über den Verdruß bei den Wählern wundern!

  • 10.02.2010, 20:36 UhrAnonymer Benutzer: Ergebnisse Nicht Vergleichbar

    Haben Sie die "165 Milliarden Euro und nochmal 92 Milliarden Euro" für "für die Forschung, den betrieb der Versuchsendlager Asse ii und Morsleben ... Stilllegung der ostdeutschen Atomkraftwerke" überprüft?

    Das scheint mir bis zum Jahr 2500 aufgezinst und inflationsangepasst zu sein.
    Ausserdem welcher Energiekonzern hätte denn bitteschön den Abriss des AKW Greifswald bezahlen sollen??

    in der Forschung wird ausserdem das Garchinger Atomei i enthalten sein. Das hat Strauss in den 50ern praktisch persönlich für ein Appel und ein Ei in USA besorgt. im Ergebnis ist in Garching eine weltweit konkurenzfähige Elementarphysikforschung entstanden.

    ich möchte mich ausdrücklich ihrer Argumentation anschliessen, dass mit dem Geld ja auch Ergebnisse erzielt worden sind. ich glaube, die existierenden AKWs und mehr werden noch zuverlässig Strom liefern, wenn die heute aufgestellten Solarzellen schon blind sind. Und wenn nicht in Deutschland dann halt anderswo, z.b. im iran.

  • 10.02.2010, 21:27 UhrAnonymer Benutzer: Christian

    ...ich denke, statt immer nur auf das Geld zu schielen, ist es finanziell gesehen geradezu lächerlich, Solarenergie (u. ähnliche Technologien) mittels Geld nicht mehr zu fördern. Der Preis der Lagerung und Entsorgung von radioaktivem Müll ist nicht nur finanziell extrem hoch, sondern rein von der Gefährlichkeit ein unbezahlbarer und zugleich ein unverantwortlicher für die Menschheit!!! Da spielen einige Millionen oder Milliarden Euro für die investition in zukünftige, erneuerbare Energieerzeugungen eine eher untergeordnete Rolle. Diese Rolle wird aber leider von der Politik verkannt, weil sie den "unbezahlbaren Preis" nicht sieht bzw. sehen will. ich hoffe nicht auf einen GAU, wie er sich in Tschernobyl ereignet hat, aber käme es hierzulande zu solch einem Unfall, möchte ich gern denjenigen ins Gesicht schauen, die diese gefährliche Technologie immer so gern verharmlosen - und sie sind die ersten, die die Kernkraft verteufeln werden. in Deutschland ist es im allgemeinen immer so, dass erst etwas passieren muß, bevor gehandelt wird - nicht umgekehrt...

  • 10.02.2010, 23:08 UhrAnonymer Benutzer: Ergebnisse Nicht Vergleichbar

    Niemand verharmlost irgendwas. Atomtechnologie ist gefährlich, hat aber das grösste Potential und kann beherrscht werden. Wieviel Energie haben denn Solarzellen (oder Windräder) gerade in den letzten 8 Wochen erzeugt und wo wurde sie gespeichert? Diese völlig überbewerteten Technologien erzeugen mit riesigem Aufwand Energie, u.U. wenn man sie nicht überhaupt nicht braucht und umgekehrt.

    Womit sollen denn 500 Mio Europäer mit Energie versorgt werden, wenn 10 oder 12 Mrd Menschen auf der Welt leben, und sich freundlich um die Resourcen bewerben? Womit soll die chemische industrie arbeiten? Da ist alles gefragt, was fossile Ressourcen schonen kann.
    im Übrigen, die Entscheidung für Atomtechnologie ist schon lange gefallen, da kommen wir nicht mit einem Federstrich heraus, und wird in unseren Nachbarländern und anderswo ständig bestätigt. Wir täten also besser daran, die Endlagerfrage endlich seriös anzugehen und den brennstoffkreislauf so weit möglich zu schliessen, anstatt mit einer Vogel-Strauss Taktik aus dieser Technik komplett zu verabschieden, und ansonsten auf gutes Wetter zu hoffen.
    Es geht nicht um ein entweder-oder sondern um ein tragfähiges Energiekonzept ohne idelogie und Angstmacherei.

  • 11.02.2010, 11:45 UhrAnonymer Benutzer: Copy & Paste

    Leider hat die Autorin die Zahlen von Greenpeace & Co. nicht im Ansatz hinterfragt. Die berichte liegen im Netz und sind für Fachkundige haarsträubend. Da werden angebliche Steuervergünstigungen zu hunderten Mrd. Kosten aufsummiert, obwohl der Staat ausnahmslos alle brennstoffe zur Stromerzeugung steuerbegünstigt.

    Ein AKW vom Tschernobyl-Typ haben wir in Deutschland nicht. Unsere Leichtwasser-Reaktoren sind inhärent sicher und können allein schon vom Grundprinzip her weder explodieren noch abbrennen. Deshalb muss man sie auch nicht für billionen versichern. Ein sicheres Endlager kostet ein Viertel dessen, was wir pro Jahr für ein bisschen Windstrom drauflegen.

    Was der Staat geforscht hat war seine Spielwiese. Die Technologie, mit der heute Strom produziert wird, haben die deutschen Firmen auf eigene Kosten entwickelt.

  • 11.02.2010, 13:18 UhrAnonymer Benutzer: Lobiist

    Da gibt es die Atomlobby und die Guten. Die Guten vertreten die Solar- oder Windbranche. Und die haben natürlcih nur die Menschheit und die Umwelt im Sinn. Denen geht es also nicht um Geschäfstgewinne, um Macht und um Einfluss. Und zu letzteren zählt natürlich auch Greenpeace.
    Wenn es um Zahlen der Subventuionsförderung der friedlichen Nutzung der Kernenergie geht, sollte man mal einige Protokolle aus dem bundestag rechercheiren. Da hat ein Umweltminsiter Tritin in einer keline Anfrage des bundestages genau diese Frage beantwortet: ca. 200 Mio€ flossen in deren Förderung.
    Die Kosten für die Endlagersuche müssen im übrigen die Verursacher bezahlen (und natürlich nur einmal). Das sind wir bürger beim Hausmüll, das ist die industrie bei deren Müll und Sondermüll), und das ist im Fall von radioaktivem Müll die Kernkraftwerksbetreiber, Krankenhäuser und ander medizinische Einrichtungen. Denn was anscheinend die meißten nicht wissen wollen: Auch beim Rötgen oder der Krebstherapie entsteht radiaktiver Abfall.
    Dumm ist der, der Dumm bleiben will oder sich für Dumm verkaufen lässt. Noch Dümmer sind diesjenigen, die Dummheiten verbreiten.

  • 11.02.2010, 13:57 UhrAnonymer Benutzer: AJ

    Die Kürzung der Solarsubvention geht aufgrund der Preisveränderungen in diesem bereich in Ordnung. Allerdings sollten wir auch beim Austritt aus der Atomenergie bleiben und diese nicht durch die Hintertür wieder einführen! So können innovative + regenerative Energien weiterentwickelt werden. Das ist unsere Zukunft!

  • 11.02.2010, 16:31 UhrAnonymer Benutzer: Ergebnisse Nicht Vergleichbar

    @AJ genau, Sie sagen es. Das ist unsere Zukunft.
    Ansonsten, Copy & Paste und Lobiist, wir warten offensichtlich gemeinsam auf die Plausiprüfung der Zahlen.

  • 12.02.2010, 00:52 UhrAnonymer Benutzer: wintersonne

    Die Solarmafia sollte da hingehen wo auch die Sonne scheint. Hier in Deutschland fließen nur die Milliarden der Stromkunden in deren Taschen und der Nutzen ist lächerlich gering. Man spielt sich auf als der große Umweltretter aber das wären sie nur wenn sie ihre Anlagen dahin bringen wo diese auch etwas nützen. Aber da gib es ja nichts zu verdienen. Dazu wird täglich gelogen was das Zeug hält und Zahlen manipuliert nur um im (Geld) boot zu bleiben. Leute lasst euch nicht für dumm verkaufen. Wer was für die Umwelt tun will sollte das auch sinnvoll tun, mit Millardengeschenke an Lobbyisten werden wir nichts erreichen.

  • 12.02.2010, 11:26 UhrAnonymer Benutzer: Katharina Sekareva

    Dass die Atomwirtschaft Milliarden bekommen hat, wird wohl keiner ernsthaft bestreiten wollen. Dass ein Super-GAU eine ökologische Katastrophe wäre, die vielen Menschen ihre Gesundheit rauben und die Umwelt für Jahrzehnte mit radioaktivem Material verseuchen würde, wohl auch nicht. Und dass die Atomwirtschaft für diesen Schaden nicht aufkommen würde und die Entsorgung ihres Atommülls dem Staat überlässt, ist auch klar. Die Zahlen von Greenpeace beziffern nur das, was ohnehin jeder weiß und die Atomlobby wider besseres Wissen leugnet. Dass ich die Ergebnisse der Studie nicht überprüfen kann, ist offensichtlich. Dazu fehlen mir etliche Hundert Manntage. Deswegen ziehen Journalisten ja auch Studien heran, die von Wissenschaftlern durchgeführt wurden, die ihr Handwerk verstehen.
    Übrigens: die Atomenergie deckt zwar 23 Prozent des deutschen Stromverbrauchs ab. Zuvor hat sie aber über Jahrzehnte Milliarden an Subventionen bekommen, um so weit überhaupt zu kommen. Die Solarwirtschaft wird erst seit zehn Jahren intensiv gefördert. Das heißt, dass der Anteil von knapp einem Prozent am deutschen Strommix noch steigerungsfähig ist. Die Zeit dafür sollte man der Solarwirtschaft lassen.

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