Energiewende: Baden-Württemberg führt beim grünen Umbau

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Grund zur Freude für Ministerpräsident Winfried Kretschmann: Baden-Württemberg liegt laut der Studie auf dem ersten Platz

von Dieter Dürand

Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern treiben die Energiewende am erfolgreichsten voran.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsinstituts trend:research exklusiv für die WirtschaftsWoche. Dabei liegen – mit Baden-Württemberg (58 von 100 möglichen Punkte) auf dem ersten und Bayern (55 Punkte) auf dem dritten Platz – ausgerechnet zwei Länder im Ranking vorn, die lange auf Kernenergie gesetzt haben und auch heute noch den meisten Atomstrom in Deutschland produzieren. Dennoch haben sie bereits die größten Fortschritte beim grünen Umbau erzielt. Nur Mecklenburg-Vorpommern kann sich mit 57 Punkten auf Rang zwei schieben.

Zwar setzt der Bund wesentliche Rahmenbedingungen für die Energiewende. Tatsächlich aber sind es die Fortschritte auf Länderebene, so das Urteil der Fachleute von trend:research aus Bremen, die am Ende über das Gelingen des Projektes entscheiden. Daher haben die Energieexperten elf Schlüsselgrößen analysiert: dazu gehören der Zuwachs an Ökostrom, die Fortschritte beim Stromnetzausbau, die Energieeffizienz sowie der Aufbau eines modernen, CO2-armen fossilen Kraftwerksparks, die die erneuerbaren Energien ergänzen.

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Laut Untersuchung liegen Schwaben und Badener beim Netzausbau im Plan, führen bei der Wärmedämmung von Gebäuden und setzen Energie höchst effizient ein. Mecklenburger und Vorpommern wiederum treiben die Ökostromerzeugung am intensivsten voran und haben von allen Flächenstaaten die modernsten Kraftwerke. Die Bayern sind nicht nur mit ihren Plänen für moderne Gaskraftwerke führend. Nirgendwo sonst auch nutzen die Menschen so viele Pellet-Heizungen, Kellerkraftwerke und Wärmepumpen.

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Punktuell herausragend sind auch andere Länder: So hat Schleswig-Holstein (Platz 9/45 Punkte) die stärkste Erneuerbare-Energien-Branche. Bremen (Platz 12/44 Punkte), Brandenburg (Platz 6/47 Punkte) und Sachsen (Platz 15/39 Punkte) investieren intensiv in die Forschung; Thüringen (Platz 14/43 Punkte) hat das attraktivste Angebot an Studiengängen. Nordrhein-Westfalen (Platz 6/47 Punkte) und Thüringen stellen als erste Länder Kataster für mögliche Standorte von Speicherkraftwerken zusammen. Und Hamburg (Platz 6 / 47 Punkt) plant mit dem Energiekonzern Vattenfall den Bau eines höchst innovativen Gas- und Dampfkraftwerks.

Den größten Nachholbedarf hat das Saarland (Platz 16/36 Punkte): Ein überalterter fossiler Kraftwerkspark, kaum grüne Energien und der verschwenderische Umgang mit Volt und Watt bringen dem Bundesland den letzten Platz ein.

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