Energiewende: Dena-Chef: Neues Fördermodell für Energiewende nötig

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von Bert Losse

Einen Neustart der Energiewende fordert der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (Dena), Stephan Kohler, von der künftigen Bundesregierung. Nötig sei eine Strategie ohne Subventionen für erneuerbare Energien.

Ohne eine Reform drohe „die Stimmung zur Energiewende zu kippen – nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Bevölkerung“, warnt Kohler in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Spätestens bis Mitte 2014 müsse die Bundesregierung ein neues Fördermodell für einen „geordneten und strukturierten Zubau der Erneuerbaren bei stark sinkenden Einspeisetarifen“ vorlegen. Dabei fordert Kohler binnen achten Jahren ein Ende der Förderung. „Die Bundesregierung (muss) eine Strategie entwickeln, die die Subventionen für erneuerbare Energien bis 2022 komplett abschafft. Die Unternehmen der Branche hätten dann acht Jahre Zeit, um sich auf den freien Markt vorzubereiten.“

Parallel dazu sei „eine Marktperspektive für fossile Kraftwerke nötig. Zumindest für einige Jahrzehnte werden fossile Kraftwerke noch benötigt, derzeit kommen sie aber nicht mehr auf genügend Betriebsstunden, um rentabel zu laufen“, so der Dena-Chef. „Wir werden die Betreiber konventioneller Anlagen künftig nicht nur auf der Basis von gelieferten Kilowattstunden bezahlen können – es muss auch einen Preis für ihre gesicherte Leistung geben, also einen Markt für Kapazitäten.“

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Kohler schlägt vor, „dass die vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland eine Prognose erstellen, wie viel gesicherte Leistung – also Leistung, die uns jederzeit zur Verfügung stehen muss – in den nächsten 5 bis 15 Jahren benötigt wird.“ Diese Leistung werde dann ausgeschrieben. „Am Ende erhält der Anbieter eine Prämie für die Bereitstellung von gesicherter Leistung – und der kostengünstigste Anbieter bekommt den Zuschlag.“

Schließlich müsse die neue Bundesregierung auch bei der Förderung der Energieeffizienz zulegen. „Vor allem die energetische Gebäudesanierung sollte durch eine Aufstockung der Fördermittel auf fünf Milliarden Euro jährlich vorangetrieben werden. Neben dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung sollte auch die steuerliche Abschreibungsmöglichkeit eingeführt werden.“

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