Energiewende: Deutsche Atomkraftwerke gehen bis 2022 vom Netz

Energiewende: Deutsche Atomkraftwerke gehen bis 2022 vom Netz

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Ein Kuehlturm eines Atomkraftwerks in Bayern.

Union und FDP haben das Ende der Atomenergie beschlossen: Bis 2021 sollen alle Kernkraftwerke vom Netz - mit drei Ausnahme. Drei AKW sollen bei Bedarf noch ein weiteres Jahr Strom produzieren dürfen.

Union und FDP haben die Kehrtwende in ihrer Atompolitik vollzogen: Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat nach dem Energiegipfel im Kanzleramt in der Nacht zu Montag bestätigt, dass die bereits vorläufig abgeschalteten AKW - die sieben ältesten und Krümmel - stillgelegt werden. Ein AKW soll aber als stille Reserve für mögliche Stromengpässe bis 2013 in „Stand By“ bleiben. Von den neun verbleibenden Meilern sollen sechs bis 2021 vom Netz. Falls es Probleme bei der Energiewende gibt, sollen die letzten drei Meiler 2022 abgeschaltet werden. Diese Anlagen werden als „Sicherheitspuffer“ angesehen.

Röttgen betonte: „Das späteste Ende für die letzten drei ist definitiv 2022.“ Die Regierung will bei der Festlegung der Laufzeiten auf eine Kombination aus Strommengen und Betriebsjahren setzen. „Insgesamt ist das eine Strommenge, die einer Laufzeit von 32 Jahren entspricht“, sagte Röttgen. Er betonte, es gebe eine „Klarheit des Endes“ ohne Revisionsklauseln. Zur Frage des in Reserve zu haltenden Kraftwerks seien noch technische Fragen zu klären. Röttgen verließ das Kanzleramt in der Nacht zu Montag nach rund 13-stündigen Beratungen symbolträchtig per Fahrrad. Er will die erneuerbaren Energien massiv ausbauen: Bis 2020 soll der Anteil am Strom von heute 17 auf rund 35 Prozent steigen.

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"Schritt in die richtige Richtung"

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin sprach von einem „Schritt in die richtige Richtung“, fürchtet aber Hintertüren. So gebe es „in einem bisher nicht überprüfbaren Maß die Möglichkeit, Strommengen von einem Atomkraftwerk aufs andere zu übertragen und auf diese Weise Verlängerungen einzubauen“, sagte er im Bayerischen Rundfunk. Die Grünen wollten nun die konkreten Gesetzentwürfe abwarten. Die Spitzen von SPD und Grünen waren am Sonntagabend von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Ergebnisse informiert worden. Die Kanzlerin strebt einen Konsens mit ihnen an, um das Thema Atom endgültig aus der Kampfzone zu holen. 2018 soll überprüft werden, ob bereits bis 2021 ein kompletter Ausstieg möglich ist - oder ob man den Puffer bis 2022 braucht.

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