Energiewende: Gabriel kommt Bayern bei Stromtrassen entgegen

Energiewende: Gabriel kommt Bayern bei Stromtrassen entgegen

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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will Bayern bei dem Streit um den Bau neuer Stromtrassen entgegenkommen.

Im Stromtrassen-Streit drängt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel auf eine baldige Lösung. Dafür kommt er Bayern entgegen und unterbreitet neue Vorschläge.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat Bayern zu einer schnellen Einigung im Streit über Stromtrassen aufgefordert und dafür erneut Vorschläge unterbreitet. Prinzipiell sei es wichtig, verstärkt Erdkabel zu verlegen, um den Widerstand in der Bevölkerung zu minimieren, sagte der SPD-Chef am Mittwoch in Berlin. Die Kosten seien nicht sehr viel höher als bei Hochspannungsleitungen auf Masten, weil es bei diesen sehr viel mehr Planungsverzögerungen gebe.

Im Hinblick auf eine Stromleitung, die von Ostdeutschland nach Bayern führen soll, schlug Gabriel vor, die Verbindung auf der bestehenden Trasse auszubauen und auf den letzten Kilometern Erdkabel zu verwenden. Bei einer weiteren Leitung, die Windstrom aus Norddeutschland in den Süden bringen soll, besteht er auf einer Trasse nach Grafenrheinfeld nördlich von Würzburg.

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Diese müsse aber nicht weiter durch Bayern geführt werden, weil sie auch für die Versorgung Hessens und Baden-Württembergs wichtig sei. Eine zweite Wechselstromtrasse nach Grafenrheinfeld sei nicht nötig.

"Ich glaube, dass das ein sehr weitgehendes Angebot an die bayerische Staatskanzlei ist", sagte Gabriel. Dies könnte helfen, den massiven Widerstand in der Bevölkerung zu überwinden. Der SPD-Chef sprach von einer "sehr maßvollen Planung" und setzt auf eine Einigung bei einem Koalitionstreffen am 01. Juli.

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