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Energiewende: Kommt die Abwrackprämie für alte Heizungen?

Deutsche Haushalte könnten bald eine Prämie bekommen, wenn sie sich eine neue, energieeffiziente Heizanlage anschaffen. Die Bundesregierung will so gegen veraltete und verschwenderische Öl- und Gasheizungen kämpfen.

Mit neuen Heizungen Gas und Öl sparen. Quelle: dpa
Mit neuen Heizungen Gas und Öl sparen. Quelle: dpa

Das Bundesumweltministerium erwägt die Einführung einer Abwrackprämie für alte Öl- und Gasheizungen. Minister Peter Altmaier (CDU) bestätigte am Freitag indirekt einen Bericht der „Bild“-Zeitung, erklärte aber, die Idee sei noch in der Ressortabstimmung.

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Die „Bild“-Zeitung zitierte aus einem Gesetzentwurf, wonach Hauseigentümer künftig eine Einmalprämie erhalten sollen, wenn sie ihre alte Öl- oder Gasheizung gegen eine neue Anlage tauschen. Zur Finanzierung werde eine Art Zuschlag von den Heizöl- und Gashändlern vorgeschlagen. Angaben über die Höhe der möglichen Prämie wurden nicht gemacht. Grundlage sei eine Reformierung des Wärmegesetzes (EEWärmeG).

Kommentar Die zehn Pünktchen des Peter A.

Mit zehn Punkten wollte Umweltminister Altmaier die Energiewende wieder auf Kurs bringen. Die sind in weiten Teilen weitsichtig, doch auch gefährlich unkonkret.

Kommentar: Die zehn Pünktchen des Peter A.

Auf den Bericht angesprochen sagte Altmaier im Bayerischen Rundfunk: „Das sind alles Dinge, die in der Ressortabstimmung sich befinden, wo noch gar nicht klar ist, ob und wie solche bestimmte Regelungen kommen. Das sind alles Fragen, wo immer mehr als ein Ministerium beteiligt ist." Die Höhe der angedachten Prämie blieb offen.

Die deutsche Zentralheizungswirtschaft (VdZ) forderte bereits 2009 eine solche Prämie für alte Heizungen. Es werde in Deutschland noch zu häufig mit veralteter Technik geheizt, die unnötig viel Energie verbrauche und Kosten verursache, lautete die Begründung des Branchenverbandes der Heizungsbauer.

Betroffen wären rund 30 Millionen der 40 Millionen Haushalte in Deutschland, die mit Öl oder Gas heizten.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.08.2012, 10:55 UhrNichtDumm

    Das ist doch nur wieder eine Geldbeschaffungsmaßnahme für alle die das vorschlagen und zahlen solle es natürlich der Steuerzahler.

  • 17.08.2012, 10:14 Uhrallesverloren

    Es ist seit 30 Jahren bekannt, dass es umweltpolitisch keinen Sinn macht, ein altes Auto gegen ein neues einzutauschen, weil diese ggf. 1-2 Liter weniger Benzin braucht auf 100 km. Im Gegenteil, der Ressourcen-Verbrauch (Energie, Material, Wasser, Umwelt, etc.) für den Neubau übertrifft bei weitem den umweltpolitischen Nutzen der Einsparungen.

    Der gleiche Zusammenhang besteht natürlich bei Heizungen, etc.

    Früher dachte ich einmal, Deutschland sei das Land der begrenzten Unmöglichkeiten. Heute sind wir aber weiter. Es gibt kaum ein Land, in dem der offenkundige Unsinn politisch korrekt zum Mainstream erhoben wird und gnadenlos zu Ende geführt wird (EEG, Atom-Ausstieg, Abwrack-Prämien, 4 verschiedene Mülltonnen, 4 parallele Schulzweige in NRW, etc. etc.

    Deutschland ist kein Land der Problemlösungen, sondern ein Land der politisch korrekten Symbollösungen, leider ohne Sinn und Verstand.

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