Energiewende: "Teurer als ein Milchkaffee"

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Energiewende: "Teurer als ein Milchkaffee"

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"Wir dürfen den Preis des Energieumbaus nicht unnötig verteuern.", so Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP).

Der Umbau unserer Energieversorgung erfolgt nicht zum Nulltarif. Angesichts der schlechten Kassenlage der öffentlichen Haushalte werden dies vor allem die Stromverbraucher sein, sagt der bayerische FDP-Wirtschaftsminister Martin Zeil.

Fukushima und die Energiewende haben ihren Stammplatz auf den Titelseiten inzwischen an die Euro-Krise abgegeben. Das hat Vorteile, weil nachlassendes Medieninteresse eine besonnene politische Entscheidungsfindung mitunter erleichtert. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass die eigentlichen Herausforderungen noch vor uns liegen, vor die uns der radikale Umbau der Energieversorgung stellt.

Jetzt muss investiert werden: in erneuerbare Energien, in den Netzausbau, in Gaskraftwerke, in Strom- und Gasspeicher, in die Verbesserung der Energieeffizienz und in die Forschung. Für all das muss jemand bezahlen. Angesichts der schlechten Kassenlage der öffentlichen Haushalte werden dies vor allem die Stromverbraucher sein.

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Preistreibende Faktoren

Bei den zu erwartenden Preiserhöhungen geht es nicht um Beträge, die ein Milchkaffee oder eine Zigarettenschachtel kosten, wie manche Protagonisten der Energiewende gern behaupten. Die preistreibenden Faktoren kennen wir bereits:

Erstens: Die Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) wird mit forciertem Anlagenzubau weiter steigen. Eine aktuelle Studie der Technischen Universität Berlin hält einen Anstieg von derzeit 3,5 Cent pro Kilowattstunde auf mittelfristig 6 Cent für möglich. Meines Erachtens eine durchaus konservative Rechnung. Die Netzbetreiber rechnen in ihrer aktuellen Prognose mit bis zu 4,7 Cent bereits in 2013.

Zweitens: Das deutsche Stromnetz muss auf allen Ebenen ausgebaut werden. Das gilt für das Drehstrom-Höchstspannungsnetz, für ein neues Gleichstrom-Overlaynetz, für die Netzanbindung der Offshore-Windkraftwerke genauso wie für die zigtausend Kilometer neuer Mittel- und Niederspannungsleitungen, die für die Netzintegration dezentraler Anlagen nötig sind. Neue Netztechnologien, sogenannte „Smart grids“, sind notwendig und kosten Geld. Folge für die Netzentgelte: ein Anstieg um etwa zwei Cent pro Kilowattstunde.

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