Energiewende: "Windparks, die kein Schwein finanzieren kann"

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Schnelles Geld passt nicht zur Milliardeninvestition mit Ewigkeitswert

Kolumne von Henning Krumrey

Nächste Hiobsbotschaft für die Bundesregierung: Mit strengeren Vorschriften für den Finanzmarkt, klagen die Banken, gefährde sie die Energiewende.

Alles hängt mit allem zusammen, heißt es immer. Aber wer hätte gedacht, dass dies auch für die Bankenregulierung und die Energiewende gilt? Bei einer Veranstaltung des Aktionsrates Marktwirtschaft, getragen von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), gewährte Commerzbank-Vorstand Markus Beumer Einblick in angewandte politische Chaostheorie.

Er zweifle am Umstieg zur Stromerzeugung auf hoher See. Der Traum gründe auf „Windparks, die kein Schwein finanzieren kann“. Was den Banker besonders empört: „Das ist uns gerade verboten worden.“ Gastgeber und vbw-Präsident Randolf Rodenstock kommentierte trocken: „Bei der Energiewende überrascht mich gar nichts mehr. Wenn es keine rentablen Geschäfte gibt, findet die Wende eben nicht statt.“

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Bundesumweltminister Norbert Röttgen wurde bereits aus der Geldbranche mit dem Problem konfrontiert. Der CDU-Mann erbleichte. Denn gerade die Riesenmühlen vor der heimischen Küste sollen in einigen Jahrzehnten die Masse des Ökostroms liefern, also den Mövenanteil. Denn auf hoher See bläst der Wind stärker als an Land, sodass sie viel schneller rentabel sind als die milliardenschwer subventionierte Solartechnik. Die Sturmspargel verschandeln außerdem nicht die Landschaft, verursachen weniger Bürgerproteste. Und nun das!

Der K.-o.-Schlag für die Finanzierung der Offshore-Windparks ist die sogenannte Fristenkongruenz, die zur Stabilisierung der Finanzmärkte verschärft wurde. Danach sollen Banken ihre Kredite mit einer Refinanzierung ähnlicher Laufzeit hinterlegen. Schließlich waren in der Bankenkrise Institute in Schieflage geraten, die sich das Geld für langfristige Ausleihungen bloß kurzfristig geborgt hatten.

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9 Kommentare zu Energiewende: "Windparks, die kein Schwein finanzieren kann"

  • „Bei nicht bewährter Technik können die Banken nicht ins Risiko gehen.“
    Diese Technik ist vor allem überflüssig, denn sie liefert nur nutzlosen Zufallstrom.

  • Aus meiner Sicht nicht ganz zu verstehen, die Erträge aus der Stromgewinnung könnten doch als Sicherheit genommen werden, so wie beim Eigenheim das Haus als Sicherheit dient.Bei Totalausfall ist doch dann noch immer eine Versicherung beteiligt. Ggf. ist das hier sogar eine "Volsaktie" mit Mindestlaufzeiten und Stromlieferung für diese Laufzeit.Sollte man wirklich mal durchrechnen.

  • wie wäre es mit Blockheizkraftwerke für alle, zur Gewinnung von Energie, Strom oder Wärme. Primärenergie: Biogas, städig verfügbar. Amortisationsdauer: ab 4 Jahre.
    Ist doch überlegenswert!

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