Energiewende: Windräder stehen still – und kosten Hunderte Millionen Euro

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Wegen Überlastung des Stromnetzes stehen immer mehr Windräder still

von Christian Schlesiger

Weil das Stromnetzes überlastet ist, müssen immer mehr Windräder abgeregelt werden. Das kostet die Netzbetreiber Hunderte Millionen Euro

Wegen des Booms der erneuerbaren Energien müssen immer mehr Windräder abgeregelt werden. Grund dafür ist die Überlastung des Stromnetzes. Die Netzbetreiber müssen Windräder abregeln, wenn ihr Strom das Netz zu verstopfen droht. Ursprünglich war dies als Notmaßnahme gedacht. Die Wind- und Solarparkparkbetreiber werden jedoch für den nicht produzierten Strom vergütet.

Allein beim Netzbetreiber Tennet summierten sich die Kosten dafür im Jahr 2015 auf 329 Millionen Euro – zweieinhalb Mal so viel wie im Vorjahr. Die anderen Netzbetreiber 50Hertz, TransnetBW und Amprion kamen zusammen auf weitere 150 Millionen Euro, ergab eine Umfrage der WirtschaftsWoche unter den vier Netzbetreibern in Deutschland.

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Das Land Schleswig-Holstein will das nun ändern. „Wir müssen der Verschwendung des erneuerbaren Stroms ein Ende setzen“, sagte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) der WirtschaftsWoche. „Die Energiewende gelingt nur, wenn der Windstrom genutzt wird.“ Nötig seien neben dem Netzausbau „zusätzliche Mechanismen, die den grünen Strom nutzen, statt ihn wegen Netzengpässen wegzuwerfen“. Die Landesregierung in Kiel pocht etwa auf Vergünstigungen, damit sich nicht transportfähiger Strom in Wärme-, Industrie- und Speicheranlagen wirtschaftlich nutzen lässt.

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