Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
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7 KommentareTatsache ist, dass die Netzbetreiber die Entwicklungen in den letzten 20 Jahren quasi "verschlafen" haben und ihrem gesetzlichen Auftrag nicht nachgekommen sind. Die heute existierenden 25 GW Windkraftleistung sind schließlich nicht über Nacht "vom Himmel gefallen"?! Dabei waren die Ausbauzahlen der bundesregierung bekannt! Ergänzend für Abhilfe könnte für die Zukunft auch ein Leitungsmonitoring sorgen, die permanente beobachtung der Umgebungsbedingungen. Denn standardmäßig gehen die Netzbetreiber immer von konstanten bedingungen (35°, windstill, Sonnenschein) aus. bei Wind und tieferen Temperaturen kann die Übertragungskapazität von Hochspannungsfreileitungen gegenüber den angenommenen Standardbedingungen durchaus verdoppelt werden, ohne das eine Überlastung drohen würde! Das Verfahren ist seit über 20 Jahren wissenschaftlich bekannt, wird von den Netzbetreibern aber nicht angewandt, obwohl diese Methode die mit Abstand kostengünstigste ist!
Tatsache ist, dass die Politik keine planbaren Vorgaben liefert, vielleicht jetzt. Die Wachstumskorridore werden nicht eingehalten. Wie soll irgend ein betreiber vor 25 Jahren irgendetwas gewusst haben. So leicht sollte man nicht auf jemand einschlagen.
Vorgaben gab es reichlich. Einfach mal in die begründung des EEG von 2000 schauen (oder noch früher des Stromeinspeisegesetz)! Die in den Regionalplänen neu ausgewiesenen Windvoranggebiete waren ebenfalls frühzeitig bekannt, so dass auch regional die notwendigen Netz-Maßnahmen rechtzeitig hätten ergriffen werden können! Auch die Netzbetreiber haben Leute, die lesen können (nehme ich mal an)!
Die Phantasielosigkeit des Konzeptes ist entsetzlich. 2 GW biogas + andere biomasse und neue Geothermieanlagen könnten sofort zur Ausgleichsenergie ausgebaut werden. Dazu viele Mini bHKW als gebündelte Großkraftwerke, verteilt über die bundesrepublik.
Die verteilten Kraftwerke würden den Strom vor Ort produzieren und benötigen keine weiteren Leitungen.
PKW Motor raus aus dem Auto - rein in den Keller. Strom aus dem Keller rauf auf die Staße.
Da hätten viele etwas davon anstatt wenige viel.
Eine Erkenntnis aus dem Artikel ist:
Weil es in den Genehmigungsbehörden der Länder mengenmäßig und qualitativ an Personal mangelt, wird der dringend erforderliche zügige Umbau auf die erneuerbaren Energien behindert.
Mögliche Konsequenz: Weitere Kohlekraftwerke mit CCS und zugehörigen CO2-Schwermetall-Endlagern und Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken?
irgendwann halte ich das nicht mehr aus ....
Niemals glaubt Röttgen, dass Deutschland seinen Strombedarf langfristig mit "Erneuerbaren" decken kann. Unterstellt man Röttgen, dass er vielmehr seine eigenen interessen im Auge hat, dann wird einiges klarer. Röttgen will CDU-Landesvorsitzender in NRW werden. NRW ist ein Kohleland. Kernkraft ist die lästige Konkurrenz der Kohle. Fällt die Kernkraft müssen Kohlekraftwerke gebaut werden. Klingelt es jetzt?
Planwirtschaft meets opportunistischen Ehrgeiz. Und noch mehr Juristen sollen es richten?
Nein, das "Konzept" kompakte, lokale Großenergieerzeuger mit 90% Nennlast-Verfügbarkeit durch tausend Kilomenter entfernte Windmühlen im Meer zu ersetzen, wird nicht funktionieren.
Von Solardächern redet schon keiner mehr. Das wird nur noch als Arbeitsbeschaffungsmassnahmen diskutiert.
Mit Solarstrom einen industriebetrieb oder auch nur eine Strassenbahn mit Strom zu versorgen, oder gar Wasser in norwegische Hochtäler zu pumpen ist dann doch zu irre.
Wie der Anfänger in entsprechenden Fachrichtungen weiss, von denen die meisten heutigen 'Energieexperten' noch nie gehört haben, verlässt der Solarstrom vom Solardach niemals die lokale Spannungsebene. "Einspeisung" hat seine Grenzen.
Das deutsche Stromnetz ist nicht von der bundespolitik aufgebaut worden, und wird auch niemals von der Politik ohne massive Zusatzkosten und ebensogroße Qualitätsverluste umorganisiert werden können. Manche in der Politik scheinen das sogar zu wissen.
Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Kommentare zu: Energiekonzept: Streit um Auslastung und Sicherheit
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