Erbschaftsteuer: Fünf Tipps zum Erben

Erbschaftsteuer: Fünf Tipps zum Erben

Die Erbschaftsteuerreform hat für neue Verwirrung gesorgt, die Möglichkeiten zur Minimierung der Steuerlast haben sich geändert. Hier ein paar Tipps zum Umgang mit den neuen Regelungen.

Altes oder neues Recht?

Nach welchen Regeln sie veranlagt werden wollen, können bis zum 30. Juni 2009 alle Bürger wählen, die 2007 und 2008 geerbt haben. Eine schwierige Entscheidung, da noch einige Durchführungsbestimmungen fehlen. Horst Vinken, Präsident der Bundessteuerberaterkammer, rät: „Könnte das neue Recht günstiger sein, sollte im Zweifel die Anwendung des neuen Erbschaftsteuerrechts rückwirkend für die Jahre 2007 und 2008 gewählt werden – das muss notfalls vorsorglich geschehen. Dabei darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass bei dieser Wahlmöglichkeit die alten – wesentlich geringeren – Freibeträge gelten. Stellt sich später – nach Bekanntgabe der entscheidenden Bewertungserlasse – heraus, dass die Anwendung des alten Rechts günstiger wäre, so müsste die Entscheidung widerrufen werden. Dies ist nach meiner Rechtsauffassung bis zum Vorliegen eines bestandskräftigen Steuerbescheids möglich.“

Nießbrauch eintragen.

Wer eine Immobilie vererbt oder schenkt, kann deren Wert steuersparend mindern, indem er ein Nießbrauchrecht eintragen lässt.

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Unproduktives produktiv machen!

Übersteigt das so genannte unproduktive Verwaltungsvermögen zehn oder 50 Prozent des Betriebsvermögens, so gilt die 100- beziehungsweise 85-prozentige Verschonungsregel nicht. Achtung: Wertpapiere gelten als Verwaltungsvermögen, Fest- und Termingeld dagegen nicht. Geldmarktfonds sind umstritten. Schichten Sie also um. Gegebenenfalls muss ein Teil der Immobilien vom Unternehmen abgetrennt werden.

Entlassen oder entlassen?

Die Summe der Löhne vor und nach dem Erb- oder Schenkungsfall ist bei Betrieben entscheidend für die Verschonung. Wer die Lohnsumme vorher drücken möchte, könnte Mitarbeiter entlassen und eine externe Leiharbeitsfirma engagieren. Wer später, etwa im siebten oder zehnten Jahr merkt, dass er die Lohnsumme zu unterschreiten droht, könnte ebenfalls Mitarbeiter entlassen - mit Abfindung, die dann auf die Lohnsumme draufgerechnet wird.

Gründen Sie eine Bank!

Firmenbeteiligungen unter 25 Prozent gelten nicht als begünstigter Familienbetrieb. Gründen Sie eine Bank, auf die Sie die Anteile übertragen. Die Bank gehört Ihnen zu 100 Prozent. Skurril, aber gesetzeskonform.

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