Erinnerung an Chinas Verantwortung: Von der Leyen lobt Trumps „Warnschuss“ mit Blick auf Nordkorea

Erinnerung an Chinas Verantwortung: Von der Leyen lobt Trumps „Warnschuss“ mit Blick auf Nordkorea

, aktualisiert 10. April 2017, 00:07 Uhr
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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat den US-Luftangriff in Syrien auch als deutliches Signal an China bezeichnet.

Quelle:Handelsblatt Online

Dass der Luftangriff in Syrien während des Besuchs von Chinas Präsident Xi Jinping in den USA angeordnet wurde, sei kein Zufall gewesen, glaubt Ursula von der Leyen. Sie versteht ihn auch als deutliches Signal an China.

BerlinBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat den US-Luftangriff in Syrien auch als deutliches Signal an China bezeichnet. Es sei kein Zufall gewesen, dass US-Präsident Donald Trump den Luftangriff am Abend des Besuchs von Chinas Präsident Xi Jinping in den USA angeordnet habe, sagte die CDU-Politikerin am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“. Denn in Nordkorea sitze ein noch gefährlicherer Diktator, der auch über Atomwaffen verfüge. Trump habe seinen Gast damit an dessen Verantwortung erinnert. Denn China sei das einzige Land, „das politisch diesen Diktator in Nordkorea bändigen kann“.

Deutlicher als zuvor stellte sich von der Leyen hinter den Militärschlag gegen Syriens Präsidenten Baschar al-Asssad. „Ich finde es nach wie vor richtig, dass ihm da auch sehr klar ein Warnschuss gegeben wurde“, sagte sie. Die Amerikaner hätten bewusst eine isolierte Luftwaffenbasis in einem Gebiet ohne Anwohner ausgesucht und „akribisch“ darauf geachtet, dass keine russischen Soldaten zu Schaden kommen.

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Zugleich sieht von der Leyen Chancen für neue politische Syrien-Gespräche. Für Russlands Präsident Wladimir Putin werde der Syrienkrieg zu einer zunehmenden Belastung. „Syrien ist enorm teuer für ihn.“ Sie forderte rasche neue Syrien-Gespräche in Genf. Die Europäer müssten hier aktiver werden. Die Verteidigungsministerin schloss aus, dass Deutschland sich an weiteren US-Militärschlägen beteiligen könnte. „Das wird nicht erfolgen“, sagte sie.

Quelle:  Handelsblatt Online
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