Erneuerbare Energien: Haucap: Stromrechnung steigt 2014 um mindestens 50 Euro

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exklusivErneuerbare Energien: Haucap: Stromrechnung steigt 2014 um mindestens 50 Euro

von Bert Losse

Der Wettbewerbsökonom Justus Haucap sagt für das kommende Jahr einen erneuten deutlichen Anstieg der Strompreise voraus.

„Die EEG-Umlage zur Förderung regenerativer Energien, die direkt in den Strompreis einfließt, dürfte von 5,3 auf 6,5 bis 7,0 Cent pro Kilowattstunde steigen – plus Mehrwertsteuer“, sagte er im Interview. Für einen Vier-Personen-Haushalt würde dies Mehrkosten von mindestens 50 Euro im Jahr bedeuten. Dies sei aber nur die direkte Belastung. „Steigende Stromkosten schlagen sich auch in höheren Produkt- und Dienstleistungspreisen nieder. Industrie, Gewerbetreibende, Behörden und öffentliche Einrichtungen tragen rund drei Viertel der Umlage. Unternehmen überwälzen das dann auf die Preise. Bei Behörden, Universitäten oder Schwimmbädern zahlen die Bürger die Zeche über höhere Steuern oder schlechtere Leistungen“, so Haucap. Der Ökonom ist Direktor des Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE) an der Universität Düsseldorf und Mitglied der Monopolkommission.
Um die Energiekosten in den Griff zu bekommen, schlägt Haucap einen radikalen Umbau des Fördersystems für regenerative Energien vor. Im Rahmen eines Quotenmodells sollten erneuerbare Energieträger miteinander konkurrieren. „Jeder Energieversorger wird verpflichtet, einen bestimmten Prozentsatz seines Stroms aus regenerativen Quellen zu beziehen. Von wem er den Ökostrom kauft und ob der aus Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse stammt, bleibt ihm überlassen. Dadurch setzen sich die günstigsten und effizientesten Technologien durch.“
Der Politik wirft Haucap „Reformverweigerung“ vor. „Hier findet ein föderaler Verteilungskampf auf dem Rücken der Stromkunden statt.“

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