Erster Schritt: Grün-regierte Länder wollen Atommüll lagern

Erster Schritt: Grün-regierte Länder wollen Atommüll lagern

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Die Suche nach geeigneten Atommüll-Endlager in Deutschland geht weiter

von Cordula Tutt

Die Chancen sind hoch wie nie, dass die Suche nach einem Atommüll-Endlager neu gestartet wird. Die Energiekonzerne mit Kernkraftwerken, die die Erkundung an mehreren Standorten in Deutschland bezahlen sollen, sind noch nicht an Gesprächen beteiligt. Zwei Bundesländer haben allerdings einen symbolisch wichtigen Schritt getan. Sie wollen Castor-Behälter annehmen.

Am Dienstag, könnte der Knoten endgültig platzen. Sehr wahrscheinlich werden sich Politiker der Bundesregierung und aus allen Bundesländern darauf einigen, welche Regeln gelten sollen, um endlich das sicherste Endlager für stark strahlenden Atommüll in Deutschland zu finden. Rund 50 Jahre nach Start der kommerziell betriebenen Kernkraftwerke im Land könnte dann nach der Bundestagswahl ein Prozess starten, in dem mehrere unterirdische Standorte erkundet und bewertet werden. Wahrscheinlich ist eine endgültige Entscheidung für eine Lagerstätte aber erst in fünfzehn Jahren oder noch später.   

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Bundesumweltminister Peter Altmaier  (BMU) trifft sich am Dienstag mit Vertretern der Länder und der Opposition. Im Anschluss hofft er, einen abgesegneten neuen Entwurf für ein Suchgesetz vorzulegen. Das Gesetz soll im Konsens noch vor der Bundestagswahl beschlossen werden. Im jetzigen Entwurf vor dem Treffen werden pauschal Kosten veranschlagt, die auf eine Prüfung von fünf Standorten bedeuten könnte. Der Salzstock im niedersächsischen Gorleben, der jahrzehntelang als einziger Ort für die Endlagerung der stark strahlenden Abfälle erkundet wurde, bleibt im Kreis möglicher Standorte.

Die Zahl möglicher Endlager unter Tage ist aus Sicht des Umweltministeriums ausdrücklich offen. Entscheidend sei, ob ein Ort potenziell geeignet sei.  Am Ende sollen zwei Standorte unter Tage erkundet werden - was allein eine Milliarde kosten dürfte. In dem Entwurf wird betont: „Das Gesetz sieht keine konkrete Anzahl von zu erkundenden Standorten vor, so dass für die Kostenschätzung auf Erfahrungswerte aus Deutschland und anderen Ländern (z. B. Schweiz, Schweden und Frankreich) zurückgegriffen werden muss“.

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