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ESM und Fiskalpakt: Entscheidung im Bundestag und Bundesrat

Quelle: Handelsblatt Online

Bundestag und Bundesrat sollen am Freitag den Fiskalpakt und den neuen Euro-Rettungsschirm absegnen. Die Mehrheiten scheinen gesichert, doch Fragen bleiben.

Die Flagge der Europäischen Union (EU) weht in Berlin vor dem Reichstagsgebäude. Quelle: dapd
Die Flagge der Europäischen Union (EU) weht in Berlin vor dem Reichstagsgebäude. Quelle: dapd

BerlinDer europäische Fiskalpakt und der dauerhafte Euro-Rettungsschirm ESM sollen am Freitag in Deutschland die letzten parlamentarischen Hürden nehmen. Im Bundestag gibt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zunächst eine Regierungserklärung zum jüngsten EU-Gipfel ab, ehe das Parlament am Abend über die beiden Gesetze entscheidet. Direkt im Anschluss stimmt dann der Bundesrat ab.

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Die angepeilte Zwei-Drittel-Mehrheit gilt in beiden Häusern als sicher. Die endgültige Umsetzung von Fiskalpakt und ESM wird sich aber trotzdem verzögern. Wegen der angekündigten Klagen beim Bundesverfassungsgericht will Bundespräsident Joachim Gauck die Gesetze nämlich nicht unterzeichnen, bevor die Karlsruher Richter über die einstweiligen Anordnungen entschieden haben.

Vor den Abstimmungen in Bundestag und Länderkammer wirft die Linke der Bundesregierung vor, negative Folgen für die öffentlichen Haushalte zu verschweigen. Merkel müsse eine „Sozialstaatsgarantie“ abgeben und darin „verbindlich zusagen, dass die Kosten von Fiskalpakt und der Bankenrettung nicht den Bürgern durch Kürzungen von Renten und Sozialleistungen oder durch andere Belastungen aufgebürdet werden“, sagte die stellvertretende Partei- und Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht der „Braunschweiger Zeitung“ (Donnerstag).

Der europapolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Thomas Silberhorn, hält den ESM für ungeeignet, um die Euro-Krise zu lösen, und will dagegen stimmen. „Um den Euro zu retten, müssen wir die Kraft haben, die Euro-Zone kleiner zu machen“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Freitag). Denn Hauptursache der Krise seien ökonomische Ungleichgewichte. Auch der Chef des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), will mit Nein stimmen. Er kritisierte den ESM in der „Rheinischen Post“ (Freitag) als Schritt hin zu einer europäischen Transferunion.

Beim Rettungsschirm ESM haftet Deutschland mit annähernd 200 Milliarden Euro für verschuldete Euro-Staaten. Im Fiskalpakt für mehr Haushaltsstabilität werden die europäischen Staaten zu Maßnahmen wie einer Schuldenbremse verpflichtet, um künftige Schuldenkrisen zu vermeiden.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 29.06.2012, 11:29 Uhrwerner

    ausnahmslos jeder,der im Bundestag und bundesrat zustimmt stoesst einen dolch in den Ruecken aller deutschen steuerzahler und begeht harakiri am deutschen Volk und seiner zukunft.es sind eurobonds durch die hintertuere und mit Tarnkaeppchen anderer hinterhaeltiger bezeichnungen.der letzte euro gipfel liefert alle Beweise dafuer.es wird in europa nur noch geraubt,gepluendert,gelogen und die suedlaender lachen sich einen ast ueber die bescheuerte fette spinatwachtel,die allesdeutsche Tafelsilber nach und nach verschleudert.Stoppt diesen unfug

  • 29.06.2012, 06:04 UhrJoselyn

    Meiner Ansicht nach ist der Euro nicht mehr zu retten. Frau Merkel hat sich gnadenlos verzockt. Sie lebt ihre egoistischen Machtphantasien aus mit einer vereinheitlichten EU und sie als Oberaufsicht und Machthaberin, da die Länder für Hilfen ihre Souveränität aufgeben sollen.

    Und dafür wird unser Geld aus dem Fenster geschmissen. Wir brauchen den Euro nicht. Die Bogenberger Erklärung führt das gut und nachvollziehbar aus.

    Für die Bürger im Land hat sie während ihrer Amtszeit nichts getan. Nur hohle Versprechungen, die nicht eingehalten wurden. Statt dessen wirft sie uns das Betreuungsgeld, die Hausfrauenprämie hin, anstatt neue Kindergarten- und Kitaplätze zu schaffen, wie sie es seinerzeit versprochen hat. Die neue Finanztransaktionssteuer, die wir zahlen sollen, Energiekosten, die in die Höhe schnellen, eine hohe Arbeitslosigkeit, vor allem bei Jugendlichen (1,5 Millionen). Das Rentenalter wird hochgesetzt, damit man den Menschen noch mehr von ihrer Rente streichen kann. Auf der Bank kriegt man für sein Guthaben noch 0,4 % Zinsen, was nicht einmal der Inflationsausgleich ist. Man kann zusehen, wie das Geld weniger wird. Frau Merkel wechselt öfter die Meinung als ihre Kleidung. Allein in einer Woche habe ich 8 x gezählt.

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