1,34 Milliarden Euro soll Deutschland an Krediten und Anleihenkäufen zugunsten Griechenlands verdient haben.

Euro-Krise: Deutschland verdient 1,34 Milliarden Euro mit Griechenland-Krediten

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Demonstranten protestieren vor dem Parlament in Athen.

1,34 Milliarden Euro soll Deutschland an Krediten und Anleihenkäufen zugunsten Griechenlands verdient haben. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Frage der Grünen im Bundestag hervor.

Kredite und Anleihenkäufe zugunsten Griechenlands haben einem Pressebericht zufolge Deutschland Gewinne in Höhe von etwa 1,34 Milliarden Euro eingebracht. Das gehe aus Antworten des Bundesfinanzministeriums auf Fragen der Grünen im Bundestag hervor, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" vorab. Demnach führte ein Darlehen der staatlichen Förderbank KfW zu Zinsgewinnen in Höhe von 393 Millionen Euro. Der deutsche Gewinnanteil aus einem Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank habe sich seit 2015 auf 952 Millionen Euro summiert.

Die Grünen verlangen, dass die Zinsgewinne an Griechenland ausgezahlt werden. "Es mag zwar legal sein, dass Deutschland an der Krise in Griechenland verdient. Legitim im moralischen Sinne der Solidarität ist es nicht", zitierte das Blatt den Grünen-Haushaltsexperten Sven-Christian Kindler.

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Kürzlich hatte der Euro-Rettungsschirm die Auszahlung von weiteren 8,5 Milliarden Euro an Hilfskrediten für das schuldengeplagte Griechenland freigegeben.

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