Europäisches Zahlungssystem: Bundesregierung will pünktlichen SEPA-Start

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Die Bundesregierung ist gegen den Vorschlag, die Übergangsfrist für das europäischen Zahlungssystem Sepa soll um sechs Monate zu verlängern.

von Mark Fehr

Die EU-Kommission will die Einführung von Sepa um sechs Monate verschieben. Diesen Vorschlag findet die Bundesregierung überhaupt nicht gut. Sie hält am Stichtag 1. Februar fest.

Während die EU-Kommission die Frist für die Umstellung auf den neuen Zahlungsstandard SEPA um sechs Monate verlängern will, drängt die Bundesregierung auf einen pünktlichen Start. „Die Bundesregierung hat sich mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass Deutschland die SEPA-Umstellung rechtzeitig zum 1. Februar schafft und wird dies auch weiter tun“, sagte ein Sprecher des Bundesministeriums der Finanzen der WirtschaftsWoche. Durch eine etwaige Verlängerung der Umstellungsfrist dürften die Anstrengungen zur schnellen Umstellung nicht nachlassen. SEPA bleibe laut Bundesfinanzministerium weiterhin ein notwendiger und wichtiger Schritt für den gemeinsamen europäischen Binnenmarkt.

Verzögerung bei Umstellung EU verlängert Übergangsfrist für Sepa-Einführung

Die EU-Kommission wird die Übergangsfrist für die Einführung des neuen europäischen Zahlungssystems Sepa um sechs Monate verlängern. Für einen "reibungslosen Übergang" sei die Umstellung nicht weit genug.

Ein Mann füllt einen SEPA-Überweisungsträger aus. Quelle: dpa

Der Hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) beurteilt die von der EU-Kommission beabsichtigte Verschiebung des SEPA-Starts kritisch. Dies sei laut Schäfer zwar im Interesse von Unternehmen, Vereinen und Verbänden, die ihren Zahlungsverkehr bislang noch nicht umgestellt hätten. „Gleichwohl lauert darin natürlich auch eine Gefahr, dass sich manch einer – im Glauben noch genügend Zeit zu haben – entspannt zurücklehnt“, sagte Schäfer der WirtschaftsWoche. Zudem bestehe nach Ansicht des Ministers die Gefahr, dass solche festen Fristen in Zukunft nicht mehr ernst genommen würden. Schäfer forderte trotz Fristverlängerung alle von der Umstellung betroffenen auf, hartnäckig am Ball zu bleiben und zügig umzustellen.

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Banken dürfen ab Februar 2014 für ihre Firmenkunden nur noch Überweisungen und Lastschriften ausführen, die auf den neuen europaweit gültigen IBAN-Kontonummern beruhen. Brüssel will die in drei Wochen ablaufende Frist nun um sechs Monate verschieben, weil viele Unternehmen, Vereine und Kommunen ihre IT-Systeme und den Zahlungsverkehr noch nicht auf den SEPA-Standard umgestellt haben. Laut Bundesbank werden in Deutschland erst 32 Prozent aller Überweisungen im neuen Standard ausgeführt. Damit müssten noch gut zwei Drittel umgestellt werden.

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