Europaparlament: Britische Konservative nehmen AfD auf

ThemaParteien

Europaparlament: Britische Konservative nehmen AfD auf

Bild vergrößern

Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) gehört im Europaparlament künftig zur Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten (EKR).

Quelle:Handelsblatt Online

Die Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten (ECR) hat für eine Aufnahme der AfD gestimmt. Damit arbeitet Bernd Lucke in Brüssel mit der Partei des britischen Premiers David Cameron zusammen.

Die britischen Konservativen von Premierminister David Cameron arbeiten künftig mit der euro-kritischen Alternative für Deutschland (AfD) im EU-Parlament zusammen. Die Europäischen Konservativen und Reformisten (ECR) stimmten am Donnerstag für die Aufnahme der Afd in ihre Fraktion.

AfD-Chef Bernd Lucke hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, den Beitritt seiner Partei zur ECR-Fraktion verhindern zu wollen. Merkel übe Druck auf den britischen Premierminister David Cameron und den polnischen Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski aus, sagte AfD-Chef Bernd Lucke. „Es ist nicht so ganz klar, wie erfolgreich dieser Druck ist. Seitens der ECR-Abgeordneten selbst ist eine ganz große Bereitschaft gegenüber der AfD da, aber es kann schwierig sein, sich der Weisung eines Parteivorsitzenden zu widersetzen.“

Anzeige

Fakten zur Anti-Euro-Bewegung „Alternative für Deutschland“ (AfD)

  • Parteigründer

    Zum Parteivorstand gehören neben dem Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke unter anderem der langjährige FAZ-Feuilletonist Konrad Adam und der ehemalige hessische Staatssekretär Alexander Gauland.

  • Nein zum Euro

    Die AfD fordert die Auflösung des Euro-Währungsgebietes und die Wiedereinführung nationaler Währungen.

  • Knapp gescheitert bei der Bundestagswahl

    Zur Bundestagswahl im September ist die neugegründete Partei erstmals angetreten. Sie erreichte 4,7 Prozent der Zweitstimmen. Zum Einzug ins Parlament fehlten ihr nur rund 130.000 Stimmen.

  • Europa-Wahl

    Bei der Europawahl am 25. Mai 2014 erreicht die AfD in Deutschland 7,0 Prozent der Wählerstimmen. Damit stellt sie zum Beispiel die FDP klar in den Schatten, die lediglich auf 3,4 Prozent der Wählerstimmen kommt.

Die Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten (ECR) grenzt sich von der Europäischen Volkspartei (EVP), zu der auch CDU und CSU gehören, ab. In der Vergangenheit war die EVP im EU-Parlament jedoch wiederholt auf die ECR-Fraktion angewiesen, um Mehrheiten zu bilden. Die CDU lehnt eine Zusammenarbeit mit der AfD ab. Generalsekretär Peter Tauber erklärte, die AfD sei keine normale bürgerliche Kraft, sondern fische sowohl mit ihrer Wortwahl als auch ihren Inhalten am rechtsextremen Rand.

AfD-Chef Lucke sprach sich gegen den von Merkel für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten favorisierten EVP-Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker aus. "Juncker ist ein Mann des alten, westeuropäischen Denkens. Die AfD befürwortet einen Osteuropäer als Kommissionspräsidenten", erklärte Lucke. Denn die großen Herausforderungen lägen in Osteuropa

Weitere Artikel

Die AfD ist mit sieben Abgeordneten im EU-Parlament vertreten. Die Entscheidung über die Aufnahme in die ECR-Fraktion war mehrmals verschoben worden. Bei der Europawahl Ende Mai kam die AfD aus dem Stand auf sieben Prozent. Bei der Bundestagswahl waren die Euro-Kritiker mit 4,7 Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Inzwischen sind sie nach ihrem Erfolg bei der Europawahl in Umfragen weiter im Aufwind.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%