Ex-Außenminister: Guido Westerwelle gründet eigene Stiftung

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Ex-Außenminister: Guido Westerwelle gründet eigene Stiftung

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Der ehemalige Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP, l) übergibt am Dienstag das Auswärtige Amt an seinen Nachfolger Frank-Walter Steinmeier (SPD).

"Danke und auf Wiedersehen", sagte der bisherige Außenminister Westerwelle bei der Stabübergabe an Nachfolger Steinmeier am Dienstag. Er stürzt sich nun ins Ehrenamt - mit seiner frisch gegründeten "Westerwelle Foundation".

Der bisherige Außenminister Guido Westerwelle (FDP) will sich trotz Ausscheidens aus seinem Amt nicht von der internationalen Bühne verabschieden, und gründet kurzerhand eine eigene Stiftung. Die gemeinnützige "Westerwelle Foundation - Stiftung für internationale Verständigung“ will sich nach einer Mitteilung von Mittwoch um die Verbreitung von Demokratie, sozialer Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit in aller Welt kümmern.

Mitbegründer ist der Internet-Unternehmer Ralph Dommermuth, Vorstandschef und Mehrheitseigner der United Internet AG, zu der etwa 1&1, GMX und web.de gehören. Westerwelle will nach Informationen von "Spiegel Online" künftig als Vorsitzender des Stiftungsvorstands fungieren. Der Fokus seiner Arbeit soll sich "auf die Arbeit mit und die Unterstützung für Länder im Umbruch und im Aufbruch richten", zitiert das Magazin aus einer Erklärung der Stiftung.

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Westerwelle hatte das Auswärtige Amt am Dienstag nach vier Jahren an seinen Vorgänger und Nachfolger Frank-Walter Steinmeier (SPD) übergeben. Weihnachten will er auf Mallorca verbringen, wo er zusammen mit Ehemann Michael Mronz ein Haus besitzt. Kurz danach feiert der FDP-Politiker seinen 52. Geburtstag.

Die Arbeit für die Stiftung soll dann im Januar beginnen. Durch das FDP-Debakel bei der Bundestagswahl hat er auch kein Abgeordnetenmandat mehr. Im Unterschied zu Ex-Außenminister Joschka Fischer, der nach seinem Abschied aus dem Auswärtigen Amt ein Beratungsunternehmen gegründet hatte, will Westerwelle ehrenamtlich tätig sein.

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Ihren Sitz hat die neue Stiftung in einem repräsentativen Gebäude am Kurfürstendamm in Berlin. Die Räume sind bereits angemietet. Nach eigenen Angaben wurde die Stiftung als gemeinnützig anerkannt und will sich im Kern an der Agenda Westerwelles als Außenminister orientieren: Der Fokus richtet sich auf Osteuropa, Nordafrika und die arabische Welt, wo in den vergangenen Jahren gewaltige politische, gesellschaftliche und soziale Umbrüche in Gang gekommen sind. Auch in den aufstrebenden Ländern in Asien, Lateinamerika und Afrika, den "neuen Kraftzentren der Welt", wie Westerwelle sie immer wieder nannte, werden spannende Entwicklungen mit tiefgreifenden Folgen erwartet.

Westerwelle und Dommermuth wollen laut "Spiegel"-Informationen im Rahmen der Stiftung die Veränderungen und ihre Folgen in der Welt analysieren und Empfehlungen erarbeiten. Zudem sollen Seminare im In- und Ausland angeboten und Projekte mit verschiedenen Partnern umgesetzt werden.

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