Fachkräfte: Arbeit für griechische Jobnomaden

Fachkräfte: Arbeit für griechische Jobnomaden

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich will, dass deutsche Unternehmen die Jobnomaden aus den EU-Nachbarländern einstellen

Quelle:Reuters, dapd

Junge, gut ausgebildete Griechen, Iren und Spanier suchen das Weite - und einen Job. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich fordert deutsche Unternehmer auf, den Nachbarn eine Chance zu geben.

Deutsch-Kurse sind in Athen derzeit ein Renner. Im Goethe-Institut der griechischen Hauptstadt kämpfen jeden Tag 350 Sprachschüler mit den Feinheiten der deutschen Sprache, 20 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die jungen Griechen begeistern sich für Deutsch, obwohl die Bundesregierung ihrem Land finanzielles Missmanagement vorwirft und in griechischen Zeitungen Nazi-Karikaturen deutscher Politiker auftauchen. Für Rüdiger Bolz, den Leiter des Goethe-Instituts, ist dies kein Widerspruch. Seinen griechischen Sprachschülern komme es nicht so sehr auf die Politik an, sagt er. Sie stellten sich schlicht der harschen wirtschaftlichen Realität, indem sie neue Fähigkeiten erlernten.

Hilfe für Verzweifelte Akademiker
„Die meisten, die zu uns kommen, sind junge Studenten oder Akademiker, und sie tun, was sie können, um ihre beruflichen Qualifikationen zu verbessern“, berichtet Bolz. „Ein paar von ihnen wollen Griechenland sicher verlassen, aber die meisten versprechen sich mit einer Fremdsprache einfach bessere Chancen auf einen Job - in Griechenland oder anderswo“. Da sind sie nicht die einzigen: Auch die Iren, Spanier und Portugiesen raten ihren Kindern, sich bei der Jobsuche nicht nur im eigenen Land umzusehen.

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Deutsche Unternehmen sollten deshalb nach Ansicht von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich auf der Suche nach neuen Mitarbeitern „jungen Arbeitslosen aus Europa“ eine Chance geben. Der CSU-Politiker sagte im Interview des Nachrichtenmagazins „Focus“, es gebe „in einem zusammenwachsenden Europa, in Spanien, Portugal, Irland viele junge Leute, die Arbeit brauchen - und die selbstverständlich auch ihr Glück bei uns suchen können."

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Wirtschaftsverbände und Unternehmen seien aufgefordert, entsprechende Bedingungen zu schaffen. Friedrich sagte mit Blick auf die Euro-Krise: Wenn „gut ausgebildete Spanier oder Portugiesen Arbeit bei uns finden, stärkt das auch unseren gemeinsamen Währungsraum insgesamt“.

Quelle:  Reutersdapd
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