Falsche Kalkulation: Bankenabgabe bringt nur halb so viel wie erhofft

Falsche Kalkulation: Bankenabgabe bringt nur halb so viel wie erhofft

, aktualisiert 27. November 2011, 12:44 Uhr
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Weniger Geld von den Banken: Erste Kalkulationen über die Höhe der Einnahmen für den Fonds waren wohl zu optimistisch.

von Frank Matthias DrostQuelle:Handelsblatt Online

Verrechnet: Das Bundesfinanzministerium muss eingestehen, dass die Einnahmen aus der Bankenabgabe viel niedriger ausfallen als ursprünglich gedacht. Statt 1,3 Milliarden gibt es nur 600 Millionen Euro jährlich.

FrankfurtDas Aufkommen aus der Bankenabgabe für das Jahr 2011 wird deutlich geringer ausfallen als ursprünglich geplant. Nach Informationen des Handelsblatts aus Finanzkreisen liegt das Volumen bei knapp 600 Millionen Euro.

Ursprünglich rechnete das Bundesfinanzministerium mit einem Jahresvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro. Größter einzelner Beitragszahler ist offensichtlich die Deutsche Bank mit rund 124 Millionen Euro.

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Die Sonderabgabe wird in einen Fonds eingezahlt, der im Fall von Bankpleiten zum Einsatz kommen soll. Zuletzt wurde immer auf Steuermittel zurückgegriffen.

Wie das Handelsblatt erfuhr, müssen von den rund 2100 Kreditinstituten in Deutschland tatsächlich nur rund 1160 zahlen. Förderbanken wurden von vornherein ausgeklammert, mehrere Hundert Institute fallen unter die „Bagatellgrenze“. Denn Banken mit einer Bilanzsumme von bis zu 300 Millionen Euro, also vor allem kleine Sparkassen und Volksbanken, sind von der Abgabe ausgenommen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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