FDP: Partei baut rund drei Millionen Euro Schulden ab

FDP: Partei baut rund drei Millionen Euro Schulden ab

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Hermann Otto Solms

Die FDP ist tief verschuldet. Seit dem Aus im Bundestag konnte sie aber immerhin fast drei Millionen Euro an Rückständen abbauen.

Die FDP hat seit ihrem Aus im Bundestag 2013 fast drei Millionen Euro Schulden abgebaut. „Von der Wahl 2013 bis Ende 2015 haben wir sie um 2,8 Millionen Euro reduziert, von 9,1 auf 6,3 Millionen Euro“, sagte Schatzmeister Hermann Otto Solms der Tageszeitung „Die Welt“. Dennoch bleibe die Bundespartei „immer noch überschuldet“. Das gelte jedoch nicht für die Gesamtpartei, einschließlich der Landesverbände.

Der Schuldenabbau sei gelungen, obwohl die FDP in der außerparlamentarischen Opposition jährlich etwa vier Millionen Euro weniger staatliche Unterstützung bekomme, sagte Solms. Dies sei unter anderem durch Kostenreduzierung gelungen: „Wir haben das Personal nahezu halbiert.“

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Zudem habe die FDP deutlich mehr Spenden erhalten - „2015 allein 1,9 Millionen Euro, und zwar überwiegend von privaten Spendern“, sagte Solms.

Ergebnisse der FDP bei Bundestagswahlen

  • 1949

    1949 startet die FDP mit 11,9 Prozent der Wählerstimmen.

    Quelle: Statista/Bundeswahlleiter 2015

  • 1953

    Immer noch fast 10 Prozent der Wähler können sich für die Liberalen begeistern: 9,5 Prozent.

  • 1957

    1957 bekam die FDP einen Stimmenanteil von 7,7 Prozent.

  • 1961

    12,8 Prozent der Wähler stimmen für die FDP. Das ist das zweitbeste Wahlergebnis für die Partei auf Bundesebene überhaupt.

  • 1965

    Das gleiche Ergebnis wie 12 Jahre zuvor: 9,5 Prozent der Stimmen entfallen auf die Freien Demokraten.

  • 1969

    Acht Jahre nach dem zweitbesten Wahlergebnis auf Bundesebene fährt die FDP das zweitschlechteste ein: Nur 5,8 Prozent der Wähler stimmen für die Liberalen.

  • 1972

    Die FDP kommt auf einen Stimmenanteil von 8,5 Prozent.

  • 1976

    Die FDP bekommt 7,9 Prozent der Stimmen.

  • 1980

    Fünfmal knackte die FDP (Stand: 2015) bei Bundestagswahlen bisher die 10-Prozent-Marke: 1949, 1961, 1980 (10,6 Prozent) und 2009.

  • 1983

    1983 bekommt die FDP 7 Prozent der Stimmen.

  • 1987

    Die Liberalen bekommen 9,1 Prozent der Stimmen.

  • 1990

    11,7 Prozent der Wählerstimmen gehen an die Freien Demokraten.

  • 1994

    Die FDP kommt auf 6,9 Prozent der Stimmen.

  • 1998

    Leichte Verluste: 6,2 Prozent der Wähler stimmen für die Liberalen.

  • 2002

    Immerhin 7,4 Prozent der Wählerstimmen kann die FDP holen.

  • 2005

    Die FDP schnellt hoch auf 9,8 Prozent.

  • 2009

    Die Bundestagswahl 2009: Vorläufiger Höhepunkt der FDP. 14,6 Prozent der Wähler stimmen für sie.

  • 2013

    Nach dem Höhe- der Tiefpunkt: Die FDP stürzt ab, schafft die Fünf-Prozent-Hürde nicht (4,8 Prozent) - zum ersten Mal seit 1949 sitzen die Liberalen nicht im Bundestag.

Auf dem Parteitag am Wochenende in Berlin will Solms für eine zentralisierte Erhebung der Mitgliederbeiträge werben. Bedenken, damit würde in die Hoheitsrechte der regionalen Gliederungen eingegriffen, wies Solms zurück: Es gehe um „eine rein technische Hilfe.

Die vor einem Jahr zur Finanzierung der Wahlkämpfe eingeführte Sonderabgabe wertete Solms als Erfolg.

FDP Die Angst vor dem Mitregieren

Die Liberalen feiern wieder Erfolge – und das ist ein Problem. Die FDP schwankt zwischen der Reinheit der Lehre und Regierungsverantwortung. Parteichef Christian Lindner muss vor der Bundestagswahl drei Probleme lösen.

FDP-Chef Christian Lindner. Quelle: imago
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