Dortmunder U
Die Sanierung des Dortmunder U-Turms – das denkmalgeschützte frühere Gär- und Lagerhochhaus der Union-Brauerei – sollte das Dortmunder Highlight im Kulturhauptstadtjahr 2010 werden und die Stadt zu einem Zentrum der Kreativwirtschaft machen. Doch die Bauarbeiten zogen sich in die Länge, die Kosten explodierten. So wurden aus rund 54 Millionen Euro schnell 83 Millionen Euro. Der Bund der Steuerzahler bilanziert in seinem Schwarzbuch 2011: „Die Sanierung des Dortmunder U-Turms liegt wie ein schwarzer Schatten auf dem städtischen Haushalt. Um 2010 den U-Turm in neuem Glanz wiederauferstehen zu lassen, nahm sie Baukostensteigerungen bewusst in Kauf.“

Fehlinvestition?
Zu der einen Millarde gehörten u. a. auch der Bau einer neuen Start- und Landebahn. Durch die Investition hat DHL sein Luftfrachtdrehkreuz nach Leipzig verlegt und einige tausend Arbeitsplätze geschaffen. Hinzukommen die Investitionen von BMW, Porsche,... die ohne die Investitionen in den Flughafen nicht erfolgt wären. Der Nutzen dieser Ansiedlungen (Arbeitsplätze ...) wird in diesem Zusammenhang leider total ignoriert und ist von der Größenordnung bestimmt nicht zu vernachlässigen. Klar im Hinblick auf das Passagierterminal ist die Kritik berechtigt. Aber die Millarde bezieht sich nicht nur auf das Terminal. Ein bischen mehr Weitsicht hätte ich von einer Zeitung wie Wirtschaftswoche schon erwartet.