Kommentare zu: Die Zukunft des Kapitalismus

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45 Kommentare
  • 01.11.2008, 09:19 UhrAnonymer Benutzer: helago

    in der These ß steht LEiDER nichts von dem großen Schuldenberg des Vorzeigelandes... Man kann auch die Kampf gegen Terror unter geostrategischen Gesichtspunkten sehen. Dort wo die McDonald-Fuzzys Öl und Gas vermuten, da wird geschossen.... und weil die Deutschen dämlich sind machen sie auch mit. Zu welchen Kosten? ich vermute mal die amerikanischen "Freunde" liefern uns ganz viel Öl....

  • 01.11.2008, 10:38 UhrAnonymer Benutzer: Taxlux

    Mag sein, daß die Selbstheilungskräfte der USA hoch eingeschätzt werden...
    Was aber, wenn die USA schon unheilbar krank sind?
    Wenn der Junkie, der an harte Drogen (billiges Geld) gewöhnt ist, bei einem Krankheitsschub nur neue Drogen (weiteres billiges Geld) bekommt, statt eine Entgiftungskur zu beginnen, wird er unweigerlich vorzeitig zu Tode kommen.
    Die Ärzte, die die USA therapieren, sollten sich zunächst mit der Zins- und Zinseszinsrechnung beschäftigen, bevor sie weitere Therapieschritte (mehr Dorgen oder Entziehungskur) einleiten.

  • 01.11.2008, 12:44 UhrAnonymer Benutzer: F.S.

    R. Tichy zu den Gewinnern der Finanzkrise: "Das sind Oskar Lafontaine und die meist schon pensionierten Zausel aus der 68er-Universität, die die Talkshows in Anstalten von Wiedergängern verwandeln."

    Mein Gott, platter geht es wirklich nicht.
    Was ist mit Leuten wie Guido Westerwelle oder Herrn Henkel, deren Meinung ich zwar meistens grundsätzlich teile, die aber genauso dämliche Phrasen dreschen wie Herr Gysi oder Herr Lafontaine. Und ein typischer 68er, der ständig die Nation in Talkshows nervt, will mir beim besten Willen nicht einfallen.

  • 01.11.2008, 14:00 UhrAnonymer Benutzer: malte maltensen

    Na hat ja ein Weilchen gedauert bis die Wirtschaftswoche den Staat - wie immer - als Ursache der Misere ausgemacht hat.
    Jenen Staat, den sie in Gestalt von Greenspan jahrelang gelobt hat. Und seit wann weiss denn der Herr Tichy, dass es sich um eine Poilitk des leichten Geldes gehandelt hat, die eine blase veursacht hat? Das stellt sich doch erst im Nachhinein heraus. Einerseits wird dem Staat die Unfähigkeit per se zugeordnet und dann soll er mit hellseherischer Fähigkeit wissen, was das rechte Maß in der Geldpolitk ist.
    Und natürlich mussten die banken das Geld annehmen, die bonität der Schuldner immer geringer setzen und all die neuen Finanzprodukte erfinden. Was ist denn aus der Eigenverantwortung geworden? Und was aus dem, dass die Manager und Eigentümer viel verantwortungsbewusster sind als der Staat, der ja immer alles verschleudert?
    Lustig auch, dass die Mrktwirtschaft ein unübertroffener Regelmechanismus ist und die Politiker selbst ja dafür viel zu blöd sind das zu leisten und ja auch wegen Unkenntnis, Eigennutz usw. nie in der Lage so etwas hinzukriegen. Und kaum geht etwas schief wird an "Marktwirtschaft ist wunderbar" ein, "wenn sie richtig reguliert" wird, angehängt. Und wer soll die Regeln kreieren? Die Politiker! Ehrlicherweise müsste Herr Tichy mit diesem Urteil auch seine gute Meinung über die Mrktwirtschaft einstampfen. Schliesslich sind ihre Resultate nicht von ihr abhängig, sondern von den Regularien.
    beruhigend auch zu erfahren, dass der Kapitalismus nicht untergehen wird. Dann sind die Opfer, die er fordert, natürlich nicht der Rede wert. Es muss halt nur die Verheissung, die nie eintritt, neu erfunden werden. Wenn das mit den Segnungen der Globalisierung nicht mehr so recht zieht, weil die Globalisierung der Finanzmärkte gerade in eine Katastrophe führt, was solls? Einfach sich auf die Unsicherheit einlassen und schauen was kommt!

  • 01.11.2008, 14:15 UhrAnonymer Benutzer: skeptiker33

    Der Dollar steigt? und die Guthaben der Araber, Chinesen und Russen werden entwertet? Paßt doch irgendwie nicht zusammen, die Währungsreserven dieser Länder sind doch Dollar!
    Der Dollar steigt nur, weil die amerikanischen Marktteilnehmer alle Assets im Ausland ohne Rücksicht auf Verluste verkaufen müssen und ist somit nur eine temporäre Erscheinung. Das als Zeichen der Stärke der USA zu deuten, ist ein deutliches Zeichen von Wahrnehmungsverschiebung.
    Da es mit dem Euro auch nicht besser aussieht, sollte man als Anleger in Sachwerte investieren, bevor das Papier nichts mehr wert ist.

  • 01.11.2008, 14:51 UhrAnonymer Benutzer: Gregor Neumann

    @Tichy:
    Hübsches Plädoyer, aber warum so pessimistisch für Deutschland? Es gibt Probleme, die ALLE Staaten betreffen (etwa wie wir die Alterung der Gesellschaft finanzieren) plus eine Reihe von Sonderbewegungen.

    Alle Staaten sind vom übergroßen Kreditvolumen betroffen, der zu einem investitionsboom geführt hat. Der Überhang an Liquidität hat viele bewertungen in die Höhe schnellen lassen. in der Deflation passen sich Werte und bewertungen wieder einander an. Schwierig ist dabei, dass die verfügbare Geldmenge sinkt, weil alles in den Schuldenabbau gesteckt wird und kein Geld für investitionen übrigbleibt.

    Die Staaten versuchen das zu verhindern und schaffen deshalb fleißig M0 und machen neue Schulden, was aber die Überinvestitionskrise nur mildern, nicht verhindern kann.

    Alle fallen. Die Frage lautet also: Relativ zu was?

    Das ist keine philosophische Frage. Vorhandene (realisierte) Werte sind der klare Gewinner. Dazu gehört nicht nur bargeld, sondern auch eine vorhandene infrastruktur. Der Verlierer sind vorweggenommene Gewinne, also Schulden oder investitionen zur Kapazitätsausweitung.

    in Deutschland gab es keine immobilienblase und keinen Konsum- oder Aktien-boom mit einer starken Verschuldung der Privathaushalte (zwei Drittel der privaten Schulden sind Hypotheken, die im internationalen Vergleich relativ sicher sind). Die Sparquote ist zusätzlich relativ hoch. Alles das gibt Deutschland eine relative Stabilität.

    Alles was dieses Land im internationalen Vergleich so langweilig gemacht hat, stellt sich jetzt als Pluspunkt heraus.

    Sorgen müssen wir uns um unsere banken und Versicherungen, die das hier angesparte Geld sehr freizügig in aller Welt investiert haben.

  • 01.11.2008, 14:59 UhrAnonymer Benutzer: Degnaphta

    Was will mir der Autor da erzählen?
    Als vom Konsum- und Gesellschaftsleben ausgeschlossener, sehe ich nach wie vor nur Kummer und Leid für Viele im aufrecht Erhalten neoliberalen Wirtschaftsschwachsinns.
    Daß Marktwirtschaft als basis für Distribution von Tauschmittel und Gütern anscheinend die potenteste Weise darstellt, wird doch selten bis nie bestritten.
    Daß Kedite einerseits ein sinnvolles Werkzeug zur Tauschmittelvermehrung sein können, aber andererseits alles 'doppelt so teuer' machen, liegt ebenfalls auf der Hand.
    Doch es macht mich immer richtig wuschig, wenn in diese organisatorischen auf Güter und Dienstleistung bezogenen belange mit der Frage nach der Demokratie in einen Topf geworfen sehe. Das eine hat mit dem anderen doch gar nichts zu tun. Wenn hier jetzt wahrscheinlich hochbezahlte Journalisten einen Zusammenhang herbeikonstruieren, ist das klassische Verbreitung von FUD (Fear Uncertancy Desinformation), was ich eher der Prawda von anno dunnemals zuordnen würde.

    Tja, was Profitzwang so alles aus den Leuten zu machen in der Lage ist, erscheint mir höchst bedauerlich.

  • 01.11.2008, 15:06 UhrAnonymer Benutzer: Harry Gambler

    Seltsam mit welcher Einsicht plötzlich in den "heiligen Schriften" von Mamon über die Zukunft diskutiert wird.
    Zur These 1. Heißt Macht nicht immer auch Gier?
    Oder, macht ist der Weg zur Gier!
    Zur These 2. Reguliert wird letztendlich immer (noch) von Menschen, in Deutschland haben diese seit Jahrzehnten versagt.
    http://www.onlinezeitung24.de/article/773
    Zur These 3. Viele haben Wohlstand gesagt und Luxus gemeint. Wohlstabnd für alle kann es geben, Luxus nicht.

  • 01.11.2008, 17:33 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    Herr Tichy hat es auf den Punkt gebracht. Mit den meisten Thesen kann ich mich gut abfinden. Der auf Deutschland bezogene Pessimismus ist nur allzu verständlich - vor allem für die vom Sozial-Überstaat zunehmend widerwillig geduldeten Selbständigen. Doch leider sind die USA nicht besser - auch dort ist seit der Großen Depression der big Government auf dem Vormarsch. Linke, Opportunisten, Container-Masse und zynische Politkonzerne (bzw. Konzernpolitiker) profitieren von der unwürdigen Staatsgläubigkeit der rückwärtsgewandten Links-Jasager. Die Unkenntnis der politischen Systeme und ihrer Geschichte ist mindestens genauso weit verbreitet wie die bildungslücken in Finanzen und Volks-/betriebswirtschaft. Deutschland dackelt den USA hinterher, mit so ziemlich allen ideen, die unsere Links- und Rechtspolitiker als eigene verkaufen wollen. Das wird spätestens dann nicht mehr gut gehen, wenn die USA selbst einmal ihren Linksruck beschleunigen. Es gibt berechtigte Gründe, besorgt in die Zukunft unseres kleinen Landes zu blicken.

  • 01.11.2008, 20:20 UhrAnonymer Benutzer: Kurt dengler

    Mein Vorschlag: Wiwo feuert Tichy, damit er 1. mal Flexibilität lernt und 2. die hohen Managementkosten der WiWO nachhaltig gesenkt werden können. Ersetzt werden kann er leicht durch einen chinesischen Germanistikstudenten, der für 4 Euro die Stunde den Job erledigt - kein Leser wird den Unterschied merken. Garantiert!

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